Zurück    |   
HUGO BOSS hat sich ehrgeizige Umsatz- und Ergebnisziele für das Jahr 2015 gesetzt. Zur Erreichung seiner Ziele baut der Konzern auch weiterhin auf seine historische Kernkompetenz – die Entwicklung und Vermarktung hochwertiger Bekleidung, Schuhe und Accessoires im Premium- und Luxussegment. Darauf aufbauend zielt die Konzernstrategie auf die weitere Stärkung der einzelnen Marken, den weiteren Ausbau des eigenen Einzelhandels, die Ausschöpfung globaler Wachstumspotenziale und die Verbesserung wichtiger operativer Prozesse.

Ehrgeizige mittelfristige Ziele

Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre unterstreicht die Stärke des von HUGO BOSS verfolgten Geschäftsmodells. Dieses bildet die Basis für die Erreichung der ambitionierten Wachstumsziele. Der Konzern strebt an, durch organisches Wachstum im Jahr 2015 einen Umsatz von 3 Mrd. EUR und ein operatives Ergebnis ( EBITDA vor Sondereffekten) von 750 Mio. EUR zu erwirtschaften. Die geplante Ergebnissteigerung wird zusammen mit dem strikten Management des kurzfristigen operativen Nettovermögens und der disziplinierten Investitionstätigkeit die Basis für die angestrebte Maximierung des Free Cashflows und damit für die Steigerung des Unternehmenswerts sein.

Mittelfristige Wachstumsstrategie basiert auf vier Säulen

HUGO BOSS hat vier wesentliche Wachstumsfelder identifiziert, für die strategische Initiativen zur nachhaltigen Steigerung von Umsatz und Ergebnis definiert wurden. So soll die Attraktivität der einzelnen Konzernmarken durch ansprechende Produktinitiativen und eine überzeugende Markenkommunikation weiter gestärkt werden. Der eigene Einzelhandel wird zum zukünftig wichtigsten Vertriebskanal ausgebaut werden. Außerdem sieht der Konzern erhebliches Wachstumspotenzial in Asien und Amerika. Schließlich sollen die operativen Prozesse weiter gestärkt werden.

Stärkung der Markenattraktivität

Starke Marken bilden die Grundlage für den zukünftigen Unternehmenserfolg

Die über Jahrzehnte erworbene Kompetenz im Segment hochwertiger Damen- und Herrenbekleidung sowie von Schuhen und Lederaccessoires im Premium- und Luxussegment prägt das Produktangebot aller Konzernmarken. Alle Marken zeichnen sich durch die Verwendung hochwertigster Materialien, exzellente Verarbeitungsqualität und herausragendes Design aus. Außer mit der Kernmarke BOSS spricht das Unternehmen Konsumenten mit den Marken BOSS Green, BOSS Orange und HUGO an, um den vielfältigen Einstellungen und Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen Rechnung zu tragen.

Klare Differenzierung der Konzernmarken

Der Konzern schärft kontinuierlich die Positionierung seiner Marken, um sie eindeutig voneinander und dem Wettbewerb abzugrenzen. Dabei liegt der Fokus außer auf der Ausprägung einer unverwechselbaren Designhandschrift der Kollektionen auf der markenindividuellen Gestaltung der Kommunikation und der optimalen Präsentation am Verkaufspunkt.

Kernmarke BOSS prägt Konsumentenwahrnehmung von HUGO BOSS

HUGO BOSS sieht in allen Marken deutliches Potenzial für weiteres Wachstum. Die Kernmarke BOSS wird auch zukünftig die bei Weitem größte Einzelmarke bleiben. Sie steht für anspruchsvolle, elegante Mode, die sowohl im Businesswear- als auch im Sportswear-Bereich modisch aufgeschlossene Damen und Herren, die perfekt angezogen sein möchten, anspricht. Durch die Zusammenführung der Marken BOSS Black und BOSS Selection in der Kernmarke BOSS wird die Markenpräsentation, beginnend mit der Herbstkollektion 2013, vereinfacht und die Marktposition von BOSS vor allem im Luxusbereich gestärkt. Insbesondere wird das Angebot maßgeschneiderter Anzüge („ Made to Measure“) deutlich ausgebaut, um die Kompetenz des Unternehmens in Bezug auf hochwertigste Schneiderkunst zu unterstreichen.

HUGO bildet die modische Spitze von HUGO BOSS

Die Marke HUGO genießt mit ihrer progressiven Ausrichtung und avantgardistischem Design eine starke Marktstellung bei hoch modisch orientierten Konsumenten. Mit seiner minimalistischen Designsprache und reduzierten Looks ist HUGO klar unterscheidbar vom Wettbewerb. Der Konzern sieht für die Marke erhebliches Wachstumspotenzial im gezielten Ausbau ihrer eigenständigen Einzelhandelspräsenz insbesondere in Märkten wie den USA, in denen die Marktdurchdringung von HUGO noch vergleichsweise gering ist.

Überzeugendes Sportswear-Angebot differenziert HUGO BOSS vom Wettbewerb

Außer über seine historisch starke Marktposition in der Herrenkonfektion verfügt HUGO BOSS über ein hochwertiges Sportswear-Angebot in den Marken BOSS, BOSS Orange und BOSS Green. Während BOSS für anspruchsvolle elegante Sportswear und höchste Standards in puncto Qualität, Design, Passform und Verarbeitung steht, spricht BOSS Orange tendenziell jüngere Kunden an, die einen individuellen und unkonventionellen Kleidungsstil bevorzugen. BOSS Green schließlich punktet mit aktiver Sportswear, die Mode mit Sport und Technologie mit Stil verbindet.

Ausbau der Marktstellung in der Womenswear

Der Konzern strebt eine Verbesserung seiner Marktstellung im Womenswear-Bereich an. Als separate Einheit unter eigenständiger Führung wurde dieser Bereich organisatorisch deutlich gestärkt. Außer in der Konfektion, in der HUGO BOSS mit einer modernen Designhandschrift, einer verlässlichen Passform und einem vorteilhaften Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, bieten sich auch in der Leisurewear und bei Schuhen und Accessoires, die die Bekleidungskollektionen zum kompletten Outfit ergänzen, attraktive Wachstumsmöglichkeiten. Der Konzern wird dementsprechend der Womenswear zukünftig mehr Raum auf den eigenen Einzelhandelsflächen bieten. Darüber hinaus wird die Womenswear im Jahr 2013 erstmals mit einer exklusiven Kampagne und einem eigenen Auftritt im Rahmen der New Yorker Fashion Show beworben.

Umfangreiche Markenkommunikationsaktivitäten

HUGO BOSS unterstützt die Wahrnehmung seiner Marken durch umfangreiche Kommunikationsaktivitäten. Neben auf die einzelnen Markenidentitäten abgestimmten Print-Kampagnen unterstützen vor allem gezielte Sportsponsoringaktivitäten im Motorsport, Golf und Segeln ein modernes Markenimage. Ferner erhöhen Fashion Shows wie die für Mai 2013 geplante Show in Shanghai die Sichtbarkeit der Marken bei den Endkonsumenten, der Fachpresse sowie Geschäftspartnern. Der Konzern verstärkt außerdem seine Online-Aktivitäten, um in den relevanten sozialen Netzwerken und Blogs präsent zu sein und in einen immer individuelleren Dialog mit seinen Kunden treten zu können.

Ausbau des eigenen Einzelhandels

Eigener Einzelhandel wesentlicher Wachstumstreiber

HUGO BOSS richtet seine Vertriebsaktivitäten und sein Geschäftsmodell immer stärker auf den eigenen Einzelhandel aus, ohne den Großhandelsbereich zu vernachlässigen. Der Konzern trägt damit der zunehmenden Konsumentennachfrage nach Monomarken-Vertriebsformaten insbesondere in Märkten wie China und dem attraktiven Renditeprofil dieses Vertriebskanals Rechnung. Der Konzern rechnet damit, dass sich der Umsatzanteil des eigenen Einzelhandels aufgrund von Neueröffnungen, Übernahmen und Produktivitätssteigerungen auf mindestens 55% im Jahr 2015 erhöhen wird (2012: 49%).

Einzelhandelskompetenz wird weiter verbessert

In den vergangenen Jahren hat der Konzern wichtige Maßnahmen implementiert, um sein Geschäftsmodell immer stärker den Erfordernissen des eigenen Einzelhandels anzupassen und schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. Der Kollektionsrhythmus wurde von vormals zwei auf nun vier Kollektionen pro Jahr umgestellt. Monatlich wechselnde Themen sorgen für fortlaufend neue Kaufanreize, um die Kundenfrequenz zu erhöhen. Durch die Verkürzung der Vorlaufzeiten, das heißt des Zeitraums zwischen dem Start der Kollektionsentwicklung und der Auslieferung an den Kunden, von früher 50 auf heute 38 Wochen ist das Marken- und Kreativmanagement nunmehr in der Lage, Erkenntnisse aus dem Abverkauf der vorangegangenen Saison unmittelbar in die Entwicklung der nachfolgenden Kollektion aufzunehmen und so den Kollektionsaufbau zu optimieren. Produkte mit hohem Umsatzpotenzial und großer Bedeutung für die Kollektionsaussage werden in einer sogenannten Core Range zusammengefasst, die in allen eigenen Stores in Europa angeboten wird.

Steigerung der Servicequalität hat hohe Priorität

Im Bewusstsein, dass der Kunde bei exzellenten Produkten einen ebenso guten Service verlangt, genießt die Steigerung der Kundenzufriedenheit bei HUGO BOSS hohe Priorität. Durch die Gestaltung des Vergütungssystems wird das Verkaufspersonal zur Steigerung der Servicequalität motiviert. Die Einhaltung von Servicestandards wird durch Mystery Shopping- Besuche fortlaufend kontrolliert und gemessen. Eventuelle Defizite werden vor allem durch umfangreiche Trainingsmaßnahmen adressiert.

Systematisches Kundenbeziehungsmanagemen

Der Konzern hat außerdem seine Anstrengungen im Kundenbeziehungsmanagement verstärkt, um die Bedürfnisse seiner Kunden besser verstehen und erfüllen zu können und sie somit enger an die Marke zu binden. HUGO BOSS spricht seine Kunden immer stärker individuell mit relevanten und interessanten Informationen und Angeboten an, um ihnen kanalübergreifend ein attraktives Markenerlebnis zu bieten. Insbesondere haben Konsumenten die Möglichkeit, sich in den eigenen Stores registrieren zu lassen, um beispielsweise zu exklusiven Kollektionsneuvorstellungen oder besonderen Store-Events eingeladen zu werden.

Weiterer Ausbau des Storenetzwerks geplant

Der Konzern sieht über die nächsten Jahre große Möglichkeiten, seine globale Marktdurchdringung durch die Eröffnung neuer Stores und Shop-in-Shops zu steigern. In den nächsten Jahren sollen deshalb jährlich rund 50 Neueröffnungen getätigt werden. Zusätzlich zur Eröffnung neuer Stores prüft der Konzern in Abhängigkeit von der Attraktivität und den Wachstumsaussichten des jeweiligen Markts die Übernahme von bislang durch Franchisepartner betriebenen Stores. Auch die eigenständige Führung von bislang durch Großhandelspartner verantworteten Shop-in-Shops bietet interessante Potenziale. Im vergangenen Jahr konnte HUGO BOSS die Umsatzproduktivität übernommener Flächen unter anderem durch eine eigenverantwortliche Sortimentsgestaltung und eigenes Verkaufspersonal deutlich steigern und somit einen positiven Umsatz- und Ergebniseffekt erzielen. Darüber hinaus investiert der Konzern in die Renovierung bestehender Stores, um die Konsistenz der globalen Markenwahrnehmung und die Flächenproduktivität zu steigern.

Bedeutung der Online-Einzelhandelsaktivitäten wächst

Neben dem stationären Einzelhandel baut HUGO BOSS auch seine Online-Einzelhandelsaktivitäten aus und trägt damit der zunehmenden Akzeptanz dieses Vertriebskanals durch die Konsumenten Rechnung. Außer auf der Eröffnung neuer Online Stores liegt der Fokus auf der fortlaufenden Optimierung der bestehenden Stores in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit, Produktangebot und -präsentation sowie Serviceleistungen. Verstärktes Augenmerk wird darüber hinaus auf die zunehmende Integration der Online-Aktivitäten in den stationären Einzelhandel gelegt, um dem Konsumenten ein nahtloses und komfortables Einkaufserlebnis zu bieten.

Großhandel bleibt wichtiger Vertriebskanal

Die Übernahme von Flächen von Handelspartnern, anhaltende Konsolidierungstendenzen sowie eine nur geringe Flächenexpansion werden das Wachstumspotenzial im Großhandelsgeschäft begrenzen. Trotzdem ist der Konzern auf Basis seiner seit Jahrzehnten etablierten Kundenbeziehungen im Premium- und Luxusbekleidungssegment und seiner Markenstärke zuversichtlich, seinen Handelspartnern auch zukünftig ein überzeugendes Produktangebot, branchenführende Serviceniveaus und eine hohe Liefertreue bieten zu können und damit Marktanteile hinzuzugewinnen.

Ausschöpfung globaler Wachstumspotentiale

Globale Markenbekanntheit bietet Wachstumschancen

Die Attraktivität seiner Marken hat HUGO BOSS eine hohe globale Bekanntheit verschafft. Marktübergreifend steht HUGO BOSS für attraktives europäisches Design, überlegene Qualität und ein vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Unternehmen sieht große Chancen, diese Markenwahrnehmung in den kommenden Jahren noch umfassender als bislang zu kommerzialisieren und insbesondere solche Märkte, in denen die Präsenz des Konzerns noch relativ gering ist, stärker zu durchdringen. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass sich der Anteil der außerhalb von Europa erwirtschafteten Umsätze in den nächsten Jahren kontinuierlich erhöhen wird.

Europa bleibt Kernregion für HUGO BOSS

Europa wird auch zukünftig der größte Absatzmarkt für den Konzern bleiben. Der Konzern baut weiterhin auf sein starkes Portfolio von Großhandelspartnern und die Attraktivität, die seine Marken in diesem Vertriebskanal genießen. Eine zunehmend wichtige Rolle wird der eigene Einzelhandel spielen. In vielen Märkten ergänzt der Konzern seine Präsenz bei Großhandelspartnern durch eigene Stores und stärkt damit die Wertigkeit seiner Marken. Zudem hat der Konzern im vergangenen Jahr damit begonnen, vermehrt Großhandelsflächen selbst zu bewirtschaften. Er konnte sich damit dem schwierigen Marktumfeld insbesondere in Südeuropa weitgehend entziehen. Neben dem Ausbau seiner Marktstellung in traditionellen Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Beneluxstaaten sieht der Konzern attraktive Wachstumschancen in Osteuropa. Zukünftig wird das Unternehmen seine Distribution in diesem Markt in einem stärkeren Maße selbst kontrollieren.

Gute Wachstumschancen in Amerika

HUGO BOSS genießt im amerikanischen Markt eine starke Dynamik. Diese gründet vor allem auf einer vorteilhaften, durch einen europäischen Lifestyle geprägten Wahrnehmung seiner Marken. Neben modernem Design wird HUGO BOSS insbesondere eine hohe Verlässlichkeit in Bezug auf Passform und Qualität sowie ein attraktives Wertversprechen attestiert. Diese Stärke möchte HUGO BOSS zunehmend auch in bislang unterrepräsentierten Teilen seines Portfolios wie der Marke HUGO oder der Womenswear ausspielen. Im Großhandelsbereich konzentriert sich der Konzern auf Partnerschaften mit Einzelhändlern im gehobenen Marktsegment. Hier stellt die Optimierung der Markenpräsentation sowohl im Kategoriegeschäft als auch zunehmend in Shop-in-Shop-Formaten einen wichtigen Wachstumshebel dar. Im eigenen Einzelhandel steht neben selektiven Neueröffnungen insbesondere in Lateinamerika die Verbesserung des Einkaufserlebnisses im Vordergrund.

Investitionen in weiteres Wachstum der Region Asien/Pazifik

HUGO BOSS misst der Verbesserung seiner Marktposition in der Region Asien/Pazifik eine hohe Bedeutung bei. Eine kontinuierlich wachsende Mittelschicht und der damit verbundene Zuwachs an Kaufkraft für Premium- und Luxusgüter insbesondere in China bietet HUGO BOSS erhebliche Absatzpotenziale. Das Unternehmen hat deshalb insbesondere im vergangenen Jahr in seine Markenwahrnehmung investiert. So wurde beispielsweise in Peking die größte Fashion Show veranstaltet, die HUGO BOSS jemals in Asien ausgerichtet hat. Gleichzeitig wurde der Schauspieler Chow Yun-Fat als Markenbotschafter verpflichtet. Im Jahr 2013 wird das Unternehmen mit einer Fashion Show in Shanghai daran anknüpfen. Besonderes Augenmerk liegt darüber hinaus auf der Stärkung des Einzelhandelsnetzwerks. Insbesondere durch die Eröffnung von Flagship Stores in Metropolen wie Shanghai und Hongkong, aber auch durch die Renovierung bestehender Stores wird die Hochwertigkeit des Markenauftritts weiter gesteigert.

Verbesserung der operativen Prozesse

Operative Stärke begründet kommerziellen Erfolg

Starke operative Prozesse versetzen den Konzern in die Lage, hochwertige Produkte in großen Stückzahlen effizient, schnell und im industriellen Maßstab entwickeln, beschaffen, produzieren und ausliefern zu können. Dies bietet HUGO BOSS die Chance, sich über ein vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Liefertreue vom Wettbewerb zu differenzieren. Auch im Jahr 2013 wird der Konzern seinen Fokus auf die Optimierung der operativen Prozesse entsprechend den Anforderungen des eigenen Einzelhandels legen.

Vertikal integrierte Organisationsstruktur sichert Design- und Produktexzellenz

HUGO BOSS hat seine Organisationsstruktur im vergangenen Jahr optimiert, um den Produktdesign- und -entwicklungsprozess noch enger mit der industriellen Fertigung beziehungsweise Beschaffung zu verbinden. Zu diesem Zweck wurde die strikte Markenorganisation durch eine an den Kategorien Clothing, Sportswear, Womenswear sowie Shoes und Accessories orientierte Struktur abgelöst. Durch die enge Verzahnung aller an der Produktentwicklung beteiligten Verantwortlichen wird die Produktqualität gesteigert, die Entwicklungsgeschwindigkeit gefördert und es werden Synergieeffekte in Entwicklung und Beschaffung realisiert.

Eigene Produktionsaktivitäten sichern kritisches Know-how

HUGO BOSS produziert weiterhin einen signifikanten Anteil seines Produktangebots in der klassischen Konfektion selbst. Die Nutzung eigener Produktionsstätten sichert dem Unternehmen kritisches Know-how und ermöglicht die konsequente Ausrichtung der Entwicklungsaktivitäten auf die spätere industrielle Fertigung. Zudem ermöglichen die aus der eigenen Produktion gewonnenen Erkenntnisse die profitable Steuerung des externen Zulieferernetzes, das auf der Grundlage langfristig gewachsener Partnerschaften eine gleichbleibend hohe Produktqualität garantiert. Durch die enge und frühzeitige Einbindung der Zulieferer fließen produktionstechnische Überlegungen unmittelbar in den Entwicklungsprozess ein.

Leistungsfähige IT-Struktur unterstützt wirksame interne Steuerung

Der Konzern legt sein Augenmerk besonders auf eine homogene und leistungsfähige IT-Struktur, die die operativen Prozesse aller Funktionen wirkungsvoll unterstützt und die notwendige Transparenz für unternehmerische Entscheidungen schafft. So kann die Durchverkaufsentwicklung im eigenen Einzelhandel über die konzernweite SAP Retail-Plattform unmittelbar kontrolliert werden, was kurze Reaktionszeiten in Bezug auf Warenallokation und Preisnachlassmanagement ermöglicht. Im Jahr 2013 ist die Implementierung einer neuen IT-Lösung geplant, die eine vollständig integrierte Sicht auf den Warenfluss im eigenen Einzelhandel ermöglicht und somit eine unmittelbar an der Nachfrage des Endkonsumenten ausgerichtete Planung erlaubt.

Weiterer Ausbau der logistischen Infrastruktur

Eine leistungsfähige Logistikinfrastruktur sichert die zeit- und mengengenaue Belieferung der Absatzpartner. Der Konzern wird im Jahr 2013 weitere Anstrengungen unternehmen, um die Schnelligkeit und Flexibilität seiner logistischen Prozesse zu erhöhen, um vor allem sein wachsendes Portfolio eigener Stores noch besser versorgen zu können. In diesem Zusammenhang nimmt der Bau eines neuen Liegewarenlagers in der Nähe der Konzernzentrale eine hohe Priorität ein. Nach Fertigstellung im Jahr 2014 wird das Distributionszentrum die Effizienz wesentlicher Handlingprozesse gegenüber dem heutigen Stand deutlich verbessern.

Zurück    |    hoch    |