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Die Bilanzstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2012 weiter verbessert. Der Anstieg der Bilanzsumme ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Sachanlagen aufgrund gestiegener Investitionen. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten ist leicht gesunken. Im Gegenzug erhöhte sich der Anteil des Eigenkapitals aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung.

Bilanzstruktur und Bilanzkennzahlen

Einige dargestellte Beträge weichen aufgrund vorgenommener Anpassungen von den in Vorjahren berichteten Werten ab.

Bilanzsumme steigt auf 1.585 Mio. EUR

Die Bilanzsumme stieg zum Ende des Jahres 2012 um 11% auf 1.585 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 1.426 Mio. EUR). Diese Veränderung wurde insbesondere durch einen Anstieg der Sachanlagen aufgrund gestiegener Investitionen sowie einen Anstieg der flüssigen Mittel getrieben.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 40% (31. Dezember 2011: 37%).

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 63% (31. Dezember 2011: 65%). Der Anteil der langfristigen Aktiva stieg entsprechend von 35% im Vorjahr auf 37% zum 31. Dezember 2012.

Die Struktur der Passivseite hat sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verändert. Der Anteil der Finanzverbindlichkeiten verringerte sich zum Bilanzstichtag leicht von 27% im Vorjahr auf 25%. Im Gegenzug erhöhte sich der Anteil des Eigenkapitals.

Vermögenslage

Investitionen in Verwaltungs- und Logistikkapazitäten bedingen Anstieg des Anlagevermögens

Auf der Aktivseite stieg das Anlagevermögen zum Ende des Geschäftsjahres um 17% auf 500 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 427 Mio. EUR). Investitionen in den weiteren Ausbau des konzerneigenen Einzelhandels trugen zur Erhöhung bei. Darüber hinaus erhöhte sich diese Position aufgrund der Erweiterung der Logistikkapazitäten und des Baus eines Verwaltungsgebäudes am Standort Metzingen.

Vorräte leicht unter Vorjahresniveau

Die Vorräte sanken zum Ende des Geschäftsjahres 2012 um 6% auf 430 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 458 Mio. EUR). Bereinigt um Wechselkurseffekte sank das Vorratsvermögen im Vorjahresvergleich ebenfalls um 6%. Geänderte Auslieferungsfenster im Zuge des unternehmensweiten Projekts D.R.I.V.E. sowie wirksame Maßnahmen zur Bestandsreduzierung waren die wesentlichen Treiber der Entwicklung.

Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Auslieferungszyklen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 23% auf 215 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 175 Mio. EUR). Bereinigt um Wechselkurseffekte entspricht dies einem Anstieg von 24%. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war der im Vergleich zum Vorjahr veränderte Zeitraum von Produktauslieferungen im Zuge der Umstellung des Kollektionsrhythmus. Dies führte insbesondere im Dezember zu einem deutlich gestiegenen Auslieferungsvolumen gegenüber dem Vergleichsmonat 2011.

Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11% auf 185 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 166 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist überwiegend auf die Erhöhung der aktiven latenten Steuern zurückzuführen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 255 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 200 Mio. EUR). Der Anstieg in Höhe von 27% ist im Wesentlichen auf die Entwicklung des operativen Mittelzuflusses zurückzuführen, der sich positiv auf die Liquiditätssituation des Konzerns auswirkte.

Auf der Passivseite lagen die Rückstellungen und latenten Steuern mit 165 Mio. EUR um 9% über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2011: 152 Mio. EUR). Darin enthalten sind Rückstellungen für Pensionen und andere Personalaufwendungen in Höhe von 93 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 76 Mio. EUR). Sonstige Rückstellungen sind mit 52 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 55 Mio. EUR) und passive latente Steuern mit 20 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 21 Mio. EUR) enthalten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahezu auf Vorjahresniveau

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben im Vergleich zum Vorjahr in Berichtswährung wie auch währungsbereinigt nahezu unverändert und lagen bei 228 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 225 Mio. EUR).

Die Summe der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 2% auf 395 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 389 Mio. EUR). Der Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 292 Mio. EUR ist mehrheitlich durch den geänderten Ausweis des syndizierten Darlehens als kurzfristige Finanzverbindlichkeit begründet. Darüber hinaus stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auch aufgrund lokaler Refinanzierungen an. Neben der festen Tranche des Konsortialkredits enthalten die Finanzverbindlichkeiten negative Marktwerte von Zins- und Währungssicherungsgeschäften in Höhe von insgesamt 10 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 22 Mio. EUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 15% auf 158 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 137 Mio. EUR). Wesentlicher Treiber der Entwicklung war der Anstieg der Ertragsteuer- und Mehrwertsteuerschulden sowie der abgegrenzten Schulden aus Mietverpflichtungen für den konzerneigenen Einzelhandel infolge der Expansion. Darüber hinaus enthält der Posten abgegrenzte Schulden für Überstunden und Urlaubsansprüche, die im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil blieben.

Das kurzfristige operative Nettovermögen (Trade Net Working Capital) stellt die zentrale Steuerungsgröße des HUGO BOSS Konzerns zur Messung eines effizienten Kapitaleinsatzes dar. Als Komponenten gehen dabei ausschließlich die drei operativen Bestandsgrößen Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die Berechnung dieser Kennzahl ein.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das kurzfristige operative Nettovermögen um 3% auf 418 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 407 Mio. EUR). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dabei teilweise durch den Rückgang der Vorräte und den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. Der unterproportionale Anstieg im Vergleich zum Umsatz war insbesondere durch wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Vorratsvermögens getrieben.

Kurzfristiges operatives Nettovermögen in % des Umsatzes auf Vorjahresniveau

Der gleitende 12-Monats-Durchschnitt des kurzfristigen operativen Nettovermögens im Verhältnis zum Umsatz lag mit 20,1% nahezu auf Vorjahresniveau (2011: 19,9%).

Finanzlage

Finanzmanagement und Finanzierungsgrundsätze

Das wichtigste Ziel des Finanzmanagements von HUGO BOSS ist die Sicherstellung ausreichender Liquiditätsreserven, um Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen und ausreichend Liquidität für das weitere Unternehmenswachstum zur Verfügung stellen zu können, bei gleichzeitiger Minimierung der Finanzaufwendungen des Konzerns.

Die konzernweite Liquiditätssteuerung und die Überwachung der finanziellen Risiken werden zentral in der Treasury-Abteilung der HUGO BOSS AG gebündelt. Dem weltweiten Finanzmanagement liegen konzerneinheitliche Grundsätze und Richtlinien zugrunde. Auf Ebene der Tochtergesellschaften verantworten die Finanzleiter die Einhaltung der Treasury-Richtlinien.

Das externe Finanzierungsvolumen des HUGO BOSS Konzerns wird im Wesentlichen über die HUGO BOSS International B.V. aufgenommen. Damit wird der Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften weitestgehend gedeckt. Nur in Einzelfällen nehmen die HUGO BOSS Gesellschaften Fremdkapital direkt auf, etwa wenn die Nutzung lokaler Kredit- und Kapitalmärkte wirtschaftlich vorteilhaft ist. Gehen die Konzerngesellschaften direkt externe Kreditgeschäfte ein, geben je nach Anforderung die HUGO BOSS AG oder die HUGO BOSS International B.V. Garantien oder Patronatserklärungen ab.

Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen dabei die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit der einzelnen Konzerngesellschaften dar. Grundlage für die Liquiditätsprognose sind eine dreijährige Finanzplanung sowie eine ergänzende Liquiditätsplanung auf rollierender monatlicher Basis mit einem einjährigen Planungshorizont, die von allen Konzerngesellschaften über ein zentrales Finanzberichtssystem erstellt wird. Grundlage für die Liquiditätssicherung sind weiterhin eine dreijährige Finanzplanung sowie eine ergänzende monatliche Liquiditätsplanung für den gesamten Konzern. Damit ist der HUGO BOSS Konzern jederzeit in der Lage, den Finanzstatus sowie die künftige Entwicklung der liquiden Mittel zu überwachen und gegebenenfalls Steuerungsmaßnahmen abzuleiten.

Im täglichen Liquiditätsmanagement werden mithilfe effizienter Cash-Management-Systeme Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzernunternehmen genutzt, um den Finanzbedarf anderer zu decken (Cash-Pooling). Durch diesen konzerninternen Finanzausgleich wird der externe Finanzierungsbedarf reduziert und Nettozinsaufwendungen werden optimiert.

Finanzierung

Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Marktkapazität, Finanzierungskosten, Investorendiversifikation, Flexibilität, Kreditauflagen und Fälligkeiten berücksichtigt.

Die finanzielle Flexibilität des Konzerns wurde bereits im Geschäftsjahr 2008 durch einen Konsortialkredit in Höhe von 750 Mio. EUR mit einer Laufzeit von fünf Jahren sichergestellt. Aufgrund der positiven Entwicklung der flüssigen Mittel wurde im Geschäftsjahr 2011 zur Verringerung der Fremdkapitalkosten die Konsortialkreditlinie restrukturiert. Der Kreditrahmen wurde von 750 Mio. EUR auf 450 Mio. EUR reduziert. Dieser besteht aus einer festen Tranche in Höhe von 300 Mio. EUR und einer revolvierenden Tranche von 150 Mio. EUR, wovon im Jahr 2012 nur die feste Tranche in Höhe von 300 Mio. EUR in Anspruch genommen wurde. Zum Bilanzstichtag befand sich der Konzern in Verhandlungen zur langfristigen Refinanzierung. HUGO BOSS strebt als Anschlussfinanzierung wieder eine konsortiale Finanzierung in Höhe von 450 Mio. EUR mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zu marktüblichen Konditionen an.

In ihrer Funktion als „In-House-Bank“ hat die HUGO BOSS International B.V. diese Mittel über laufzeitkongruente konzerninterne Darlehen an Konzerngesellschaften mit erhöhtem Finanzierungsbedarf zur Verfügung gestellt. Diese Darlehen mit endfälliger Rückzahlungsverpflichtung wurden in der Landeswährung der jeweiligen Vertriebsgesellschaft begeben. Zur Absicherung des dadurch entstehenden Fremdwährungsrisikos bei der HUGO BOSS International B.V. wurden für die wesentlichen Währungen laufzeitadäquate Devisentermingeschäfte kontrahiert.

Zur weiteren Liquiditätssicherung verfügt der Konzern über bilaterale Kreditlinien im Gesamtvolumen von 140 Mio. EUR, von denen zum 31. Dezember 2012 79 Mio. EUR beansprucht wurden. Außer über die ungenutzten Kreditlinien in Höhe von 211 Mio. EUR verfügt der Konzern zum Bilanzstichtag über 255 Mio. EUR liquide Mittel, von denen 130 Mio. EUR auf Termingeldkonten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten angelegt sind.

Finanzierungskonditionen

Der Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen ( Covenants). Diese Kennzahlen beinhalten neben dem Mindesteigenkapital einen Zinsdeckungsgrad sowie eine Kennziffer über die Finanzierungsstärke. Der Zinsdeckungsgrad ermittelt sich als Verhältnis des EBITDA vor Sondereffekten und vor Aufwendungen im Zusammenhang mit dem „ Stock Appreciation Rights Program“ zum Finanzergebnis. Die Finanzierungsstärke gibt das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem Gewinn (EBITDA vor Sondereffekten) vor Aufwendungen im Zusammenhang mit dem „Stock Appreciation Rights Program“ an.

Zum 31. Dezember 2012 lag HUGO BOSS wie in den vorangegangenen Quartalen deutlich über den geforderten Mindestwerten. Durch die positive Entwicklung des operativen Gewinns und die verbesserte Nettoverschuldung hat sich insbesondere die Finanzierungsstärke im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert. Zum Bilanzstichtag konnte die Kennzahl von 0,3 im Vorjahr auf 0,2 reduziert werden.

Auch der Zinsdeckungsgrad hat sich von 29,0 im Vorjahr auf 32,9 zum Bilanzstichtag erneut verbessert.

Die Finanzverbindlichkeiten des HUGO BOSS Konzerns sind größtenteils variabel und marktgerecht zu verzinsen und unterliegen zum überwiegenden Teil einer kurzfristigen Zinsbindung. Von den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 339 Mio. EUR waren zum 31. Dezember 2012 rund 312 Mio. EUR durch Payer-Swaps gegen einen Zinsanstieg gesichert. Weitere fest verzinsliche Darlehen unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Ergänzt wird die Finanzierung durch außerbilanzielle Operating-Leasing-Verträge für konzerneigene Einzelhandelsstandorte sowie für Logistik- und Verwaltungsimmobilien.

Kapitalflussrechnung

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt gemäß IAS 7. Der betrachtete Zahlungsmittelfonds entspricht dabei der Bilanzposition „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“.

Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit über Vorjahresniveau

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit liegt mit 392 Mio. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2011: 303 Mio. EUR). Im Zusammenhang mit der Umstellung des Kollektionsrhythmus und den ergriffenen Maßnahmen zur Optimierung des Vorratsvermögens ergab sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein verminderter Mittelabfluss aus dem kurzfristigen Nettovermögen in Höhe von 11 Mio. EUR (2011: 57 Mio. EUR). Ausschlaggebend für diese Entwicklung war der Mittelzufluss aus der Veränderung der Vorräte in Höhe von 27 Mio. EUR (2011: Mittelabfluss von 73 Mio. EUR). Dieser wurde durch einen geringeren Zahlungsmittelzufluss aus der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva in Höhe von 6 Mio. EUR (2011: 57 Mio. EUR) teilweise kompensiert. Der Mittelabfluss aus der Veränderung der Forderungen sowie anderer Aktiva belief sich hingegen mit 45 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (2011: 40 Mio. EUR). Die Mittelabflüsse aus Ertragsteuerzahlungen summierten sich auf 104 Mio. EUR (2011: 98 Mio. EUR).

Der Nettomittelabfluss aus Zinsaufwendungen und -erträgen belief sich zum Bilanzstichtag unverändert auf 16 Mio. EUR (2011: 16 Mio. EUR). Das niedrigere Marktzinsniveau wirkte sich auf das Zinsergebnis in Summe neutral aus.

Durch die währungsbereinigte Darstellung im Cashflow lassen sich diese Werte nicht aus der Bilanz ableiten.

Investitionen in Logistik- und Verwaltungskapazitäten prägen Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit 172 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (2011: 108 Mio. EUR). Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren Investitionen wie der Bau eines Verwaltungsgebäudes am Standort Metzingen sowie die Erweiterung der Logistikkapazitäten. Auch im Geschäftsjahr 2012 stand der Ausbau des konzerneigenen Einzelhandels weiter im Mittelpunkt. Darüber hinaus ergaben sich aus der letzten Tranche der Kaufpreiszahlung für den Erwerb des "Joint-Ventures" in China Mittelabflüsse in Höhe von 6 Mio. EUR (61 Mio. HKD).

Der Free Cashflow, der sich aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit und aus dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit ermittelt, erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 26 Mio. EUR auf 221 Mio. EUR (2011: 195 Mio. EUR).

Dividendenzahlung treibt Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt 166 Mio. EUR (2011: 291 Mio. EUR) und ist im Wesentlichen durch die Auszahlung der Dividende in Höhe von 199 Mio. EUR geprägt (2011: 140 Mio. EUR). Leicht gegenläufig dazu entwickelten sich lokale Refinanzierungen mit einem Mittelzufluss in Höhe von 20 Mio. EUR. Der Mittelabfluss im Vorjahreszeitraum war durch die Teilrückzahlung des Konsortialkredits in Höhe von 150 Mio. EUR geprägt.

Der Zahlungsmittelbestand erreichte zum Bilanzstichtag einen Wert von 255 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 200 Mio. EUR). Währungseffekte waren im Gegensatz zum Vorjahr neutral (31. Dezember 2011: 1 Mio. EUR).

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung enthält die Summe aller Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen insbesondere aufgrund lokaler Refinanzierungen am Bilanzstichtag mit 385 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2011: 349 Mio. EUR).

Der Zahlungsmittelbestand als Liquiditätsreserve hat sich von 200 Mio. EUR im Vorjahr auf 255 Mio. EUR zum 31. Dezember 2012 erhöht. Der Anstieg lässt sich durch die Entwicklung des operativen Mittelzuflusses begründen.

Verbesserung der Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung hat sich somit von 149 Mio. EUR um weitere 19 Mio. EUR auf 130 Mio. EUR zum 31. Dezember 2012 verbessert.

Investitionen

Deutliche Steigerung der Investitionsausgaben im Jahr 2012

Die Summe der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des HUGO BOSS Konzerns lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 mit 166 Mio. EUR 54% über dem Vorjahresniveau (2011: 108 Mio. EUR).

Großteil der Investitionen fließt in den konzerneigenen Einzelhandel

Auch im Geschäftsjahr 2012 standen die weltweite Expansion und Modernisierung des konzerneigenen Einzelhandels mit einem Anteil von 54% am Gesamtinvestitionsvolumen im Mittelpunkt der Investitionstätigkeit (2011: 61%). Die Investitionen in neue Einzelhandelsgeschäfte beliefen sich auf 51 Mio. EUR (2011: 55 Mio. EUR).
In der Region Europa wurden unter anderem Einzelhandelsgeschäfte in der Brompton Road, London, und auf dem Boulevard de Waterloo, Brüssel, eröffnet. In der Region Amerika konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr attraktive Standorte in Salt Lake City und Manhasset gewonnen werden. Darüber hinaus sind in der Region Asien/Pazifik die Neueröffnungen im Taipeh Tower, in der Shopping Mall China World, Peking, und im Crown Casino, Melbourne, hervorzuheben.

Zusätzlich wurden weitere 39 Mio. EUR in die Renovierung und Modernisierung bestehender Einzelhandelsstandorte investiert (2011: 11 Mio. EUR).

Diese Investitionen entfallen insbesondere auf die Modernisierung des Flagship Stores auf der Avenue des Champs Élysées, Paris, sowie von Einzelhandelsgeschäften in der Regent Street, London, der Premium Shopping Mall Iguatemi, São Paulo, im Beverly Center, Los Angeles, und in der King Street, Sydney.

Verwaltungsbereich ist weiterer Investitionstreiber

Investitionen in den Verwaltungsbereich beliefen sich auf 36 Mio. EUR und stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Mio. EUR an (2011: 31 Mio. EUR). Darin enthalten sind Investitionen in Höhe von 15 Mio. EUR für ein zusätzliches Verwaltungsgebäude sowie ein Parkhaus am Standort Metzingen (2011: Investitionen in zwei Verwaltungsgebäude am Firmensitz in Höhe von 12 Mio. EUR). Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie sonstige Investitionen im Verwaltungsbereich trugen mit 21 Mio. EUR zum Investitionsvolumen bei (2011: 19 Mio. EUR).

Investitionen in die Produktions-, Logistik- und Vertriebsstruktur sowie in den Forschungs- und Entwicklungsbereich beliefen sich auf 40 Mio. EUR (2011: 11 Mio. EUR). Wesentlicher Treiber des starken Anstiegs waren Investitionen in Höhe von 30 Mio. EUR in die Erweiterung der Logistikkapazitäten für das neue Distributionszentrum in Filderstadt.

Die kumulierten Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung von aktivierten Eigenleistungen betrugen 545 Mio. EUR (2011: 480 Mio. EUR).

Die bestehenden Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 76 Mio. EUR (31. Dezember 2011: 4 Mio. EUR).

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