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Konzernabschluss

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2012

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Allgemeine Angaben

Die HUGO BOSS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Dieselstraße 12, 72555 Metzingen, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 360610 in das Handelsregister eingetragen.

Unternehmensgegenstand der HUGO BOSS AG und ihrer Tochtergesellschaften (zusammen der „HUGO BOSS Konzern“) ist die Entwicklung, Vermarktung und der Vertrieb hochwertiger Mode und Accessoires im Premium- und Luxussegment des Damen- und Herrenbereichs. Mit seiner Markenwelt spricht HUGO BOSS unterschiedliche, klar voneinander abgegrenzte Zielgruppen an. Dabei wird ein umfassendes Produktportfolio abgedeckt, das aus klassisch-moderner Konfektion, eleganter Abendbekleidung und Sportswear, Schuhen, Lederaccessoires sowie in Lizenz vertriebenen Düften, Brillen, Uhren, Kindermode, Motorradhelmen, Mobiltelefonen, Mobilen Accessoires, Textilien für den Home-Bereich besteht.

Die HUGO BOSS AG erstellt die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der HUGO BOSS AG, Metzingen, wurden durch Beschluss vom 22. Februar 2013 durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben.

Aufgrund von Rundungen und der Darstellung in TEUR ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen im Konzernabschluss der HUGO BOSS AG nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Angaben widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Der Vorperiodenausweis wurde an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst. Anpassungen sind unter „Änderungen der Rechnungslegungsmethode / Darstellungsänderungen“ weiter erläutert.

Der Konzern klassifiziert in der Regel Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden.

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der HUGO BOSS AG zum 31. Dezember 2012 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrundsätzen des International Accounting Standards Board (IASB), den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dabei wurden für das Geschäftsjahr 2012 alle anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Anwendung neuer IFRS- bzw. geänderter IFRS-Rechnungslegungsvorschriften

Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten und von der EU übernommenen IFRS Standards und Interpretationen angewandt. Darin enthalten sind auch die im Rahmen des fortlaufenden Projekts zur jährlichen Verbesserung der IFRS („Improvements to IFRS“) des IASB veröffentlichten Änderungen. Aus der Anwendung dieser überarbeiteten Standards und Interpretationen ergeben sich, soweit nicht abweichend angegeben, keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns. Sie führten jedoch zum Teil zu zusätzlichen Angaben. Darüber hinaus sind weitere Standards und Interpretationen veröffentlicht worden, die allerdings keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der HUGO BOSS AG haben.

Im Geschäftsjahr 2012 erstmals angewandte neue IFRS beziehungsweise geänderte IAS-Rechnungslegunsvorschriften:

 

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Standard / Interpretation   Veröffent-
lichung
durch IASB
  Verbind-
liche
Anwendung
  EU Endorsement   Inhalt
IAS 12 Ertragsteuern   Dezember 2010   ab 1. Januar 2012   Dezember 2012   Die Änderungen des IAS 12 betreffen die Bewertung latenter Steuern, die davon abhängt, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder Veräußerung realisiert wird.
IFRS 7 Finanzinstrumente   Oktober 2010   ab 1. Juli 2011   November 2011   Die Änderungen des IFRS 7 erweitern die Angabepflichten. Sie betreffen einerseits die Erweiterung der Anhangangaben für Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, bei denen der Übertragende ein anhaltendes Engagement bei den übertragenen Vermögenswerten behält beziehungsweise ein anhaltendes Engagement bilanziert werden muss. Andererseits wird eine zusätzliche Angabe erforderlich, wenn zum Ende einer Berichtsperiode ein ungewöhnlich hoher Betrag transferiert wird.
Standard / Interpretation   Veröffent-
lichung
durch IASB
  Verbind-
liche
Anwendung
  EU Endorsement   Inhalt
IAS 12 Ertragsteuern   Dezember 2010   ab 1. Januar 2012   Dezember 2012   Die Änderungen des IAS 12 betreffen die Bewertung latenter Steuern, die davon abhängt, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder Veräußerung realisiert wird.
IFRS 7 Finanzinstrumente   Oktober 2010   ab 1. Juli 2011   November 2011   Die Änderungen des IFRS 7 erweitern die Angabepflichten. Sie betreffen einerseits die Erweiterung der Anhangangaben für Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, bei denen der Übertragende ein anhaltendes Engagement bei den übertragenen Vermögenswerten behält beziehungsweise ein anhaltendes Engagement bilanziert werden muss. Andererseits wird eine zusätzliche Angabe erforderlich, wenn zum Ende einer Berichtsperiode ein ungewöhnlich hoher Betrag transferiert wird.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften wurden vom IASB herausgegeben, waren aber für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden daher von HUGO BOSS nicht angewendet:

 

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Standard / Interpretation   Veröffent-
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durch IASB
  Voraussicht-
liche
Anwendung
  EU Endorsement   Inhalt
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IFRS 2 im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 sieht vor, die Definition von Ausübungsbedingungen zu verbessern. Die Abgrenzung von Dienstbedingungen und Leistungsbedingungen soll dadurch erleichtert werden.
IFRS 3 Unternehmens-
zusammen-
schlüsse
  Mai 2012   1. Januar 2015   Ausstehend   IFRS 3 sieht im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 vor, bedingte Gegenleistungen als Eigenkapital- oder Fremdkapitalinstrument zu klassifizieren, und verweist diesbezüglich derzeit auf andere Standards. Im Zuge der Änderungen ist vorgesehen auf diese Verweise zu verzichten. Außerdem soll für die Folgebewertung von bedingten Gegenleistungen eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgeschrieben werden.
IFRS 7 Finanzinstrumente   Dezember 2011   1. Januar 2015   Dezember 2012   Die Änderungen des IFRS 7 erweitern die Angabepflichten zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Standard / Interpretation   Veröffent-
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durch IASB
  Voraussicht-
liche
Anwendung
  EU Endorsement   Inhalt
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IFRS 2 im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 sieht vor, die Definition von Ausübungsbedingungen zu verbessern. Die Abgrenzung von Dienstbedingungen und Leistungsbedingungen soll dadurch erleichtert werden.
IFRS 3 Unternehmens-
zusammen-
schlüsse
  Mai 2012   1. Januar 2015   Ausstehend   IFRS 3 sieht im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 vor, bedingte Gegenleistungen als Eigenkapital- oder Fremdkapitalinstrument zu klassifizieren, und verweist diesbezüglich derzeit auf andere Standards. Im Zuge der Änderungen ist vorgesehen auf diese Verweise zu verzichten. Außerdem soll für die Folgebewertung von bedingten Gegenleistungen eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgeschrieben werden.
IFRS 7 Finanzinstrumente   Dezember 2011   1. Januar 2015   Dezember 2012   Die Änderungen des IFRS 7 erweitern die Angabepflichten zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.


 

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Standard / Interpretation   Veröffent-
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durch IASB
  Voraussicht-
liche
Anwendung
  EU Endorsement   Inhalt
IFRS 8 Geschäftssegmente   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Der durch die jährlichen Verbesserungen 2012 geänderte IFRS 8 sieht vor, dass Unternehmen Angaben über die angewendeten Kriterien der vorgenommenen Aggregation von Segmenten gem. IAS 8.12 berichten, wobei insbesondere auf die wirtschaftlichen Kriterien eingegangen werden soll. Eine weitere Änderung betrifft die Überleitung des Segmentvermögens auf die Vermögenswerte des Unternehmens. Um eine einheitliche Darstellung von Vermögenswerten und Schulden sicherzustellen, wurden die bisherigen Regelungen dahingehend angepasst, dass eine Überleitung nur verpflichtend ist, wenn der Gesamtbetrag auch innerhalb der Segmentberichterstattung dargestellt wird.
IFRS 9 Finanzinstrumente   November 2009   1. Januar 2015   Ausstehend   IFRS 9 Finanzinstrumente regelt Ansatz, Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten und ersetzt IAS 39. Ausschlaggebend ist die Art der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte sowie die Art der Steuerung der Finanzinstrumente. Des Weiteren ist eine einheitliche Wertminderungsmethode vorgesehen. IFRS 9 wurde im Oktober 2010 um die Bestimmungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten ergänzt. Im Dezember 2011 wurde das Datum der voraussichtlichen Anwendung vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verschoben.
IFRS 10 Konzernabschlüsse   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Der IFRS 10 ersetzt SIC 12 „Konsolidierung - Zweckgesellschaften" vollständig sowie IAS 27 teilweise. Mit dem Standard wird ein einziges Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf Grundlage von Beherrschung, unabhängig von der Art des Investitionsempfängers, eingeführt. Durch ein umfassendes Beherrschungskonzept wird festgelegt, welche Unternehmen in einen Konzernabschluss einzubeziehen sind.
IFRS 10 Konzernabschlüsse   Juni 2012   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderung des IFRS 10 stellt Übergangsvorschriften klar. Demnach sind Vergleichsinformationen nur für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode zu machen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse   Oktober 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IFRS 10 betreffen die Definition von Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zum Exposure Draft weniger restriktiv ist.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   IFRS 11 ersetzt IAS 31 „Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sowie SIC 13 „Gemeinschaftlich geführte Unternehmen nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Der Standard stellt auf die Art der sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechte und Pflichten ab anstatt auf die rechtliche Form. Die Möglichkeit, die anteilige Konsolidierungsmethode bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden, wird gestrichen. Es verbleibt die Bilanzierung der Beteiligung nach der Equity-Methode. Gemeinschaftlich beherrschte Vermögenswerte werden ebenfalls abgeschafft. Es bleiben lediglich die gemeinsame Geschäftstätigkeit und Joint Ventures erhalten.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen   Juni 2012   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderung des IFRS 11 stellt Übergangsvorschriften klar. Demnach sind Vergleichsinformationen nur für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode zu machen.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   IFRS 12 ersetzt die Vorschriften zu Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC 12. Der Standard zielt durch neue, umfassende Angaben für sämtliche Arten von Beteiligungen auf verbesserte Angaben zu konsolidierten und nicht konsolidierten Unternehmen ab.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen   Juni 2012   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderung des IFRS 12 stellt Übergangsvorschriften klar. Demnach sind Vergleichsinformationen nur für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode zu machen. Außerdem wird die Pflichtangabe zu Vergleichsinformationen für nicht konsolidierte Gesellschaften für Perioden vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 gestrichen.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen   Oktober 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IFRS 12 betreffen die Definition von Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zum Exposure Draft weniger restriktiv ist.
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert   Juni 2011   1. Januar 2013   Dezember 2012   IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert und regelt seine Ermittlung. Die bisher in einzelnen Standards bestehenden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts werden durch einen zentralen Standard ersetzt. Außerdem werden die Angabepflichten weitestgehend vereinheitlicht. Im Zuge dessen werden die Angabepflichten für nicht finanzielle Vermögenswerte erweitert. Weitere Änderungen betreffen die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos, das sich auf die Bewertung der Derivate auswirken kann.
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  EU Endorsement   Inhalt
IFRS 8 Geschäftssegmente   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Der durch die jährlichen Verbesserungen 2012 geänderte IFRS 8 sieht vor, dass Unternehmen Angaben über die angewendeten Kriterien der vorgenommenen Aggregation von Segmenten gem. IAS 8.12 berichten, wobei insbesondere auf die wirtschaftlichen Kriterien eingegangen werden soll. Eine weitere Änderung betrifft die Überleitung des Segmentvermögens auf die Vermögenswerte des Unternehmens. Um eine einheitliche Darstellung von Vermögenswerten und Schulden sicherzustellen, wurden die bisherigen Regelungen dahingehend angepasst, dass eine Überleitung nur verpflichtend ist, wenn der Gesamtbetrag auch innerhalb der Segmentberichterstattung dargestellt wird.
IFRS 9 Finanzinstrumente   November 2009   1. Januar 2015   Ausstehend   IFRS 9 Finanzinstrumente regelt Ansatz, Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten und ersetzt IAS 39. Ausschlaggebend ist die Art der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte sowie die Art der Steuerung der Finanzinstrumente. Des Weiteren ist eine einheitliche Wertminderungsmethode vorgesehen. IFRS 9 wurde im Oktober 2010 um die Bestimmungen zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten ergänzt. Im Dezember 2011 wurde das Datum der voraussichtlichen Anwendung vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verschoben.
IFRS 10 Konzernabschlüsse   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Der IFRS 10 ersetzt SIC 12 „Konsolidierung - Zweckgesellschaften" vollständig sowie IAS 27 teilweise. Mit dem Standard wird ein einziges Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf Grundlage von Beherrschung, unabhängig von der Art des Investitionsempfängers, eingeführt. Durch ein umfassendes Beherrschungskonzept wird festgelegt, welche Unternehmen in einen Konzernabschluss einzubeziehen sind.
IFRS 10 Konzernabschlüsse   Juni 2012   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderung des IFRS 10 stellt Übergangsvorschriften klar. Demnach sind Vergleichsinformationen nur für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode zu machen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse   Oktober 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IFRS 10 betreffen die Definition von Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zum Exposure Draft weniger restriktiv ist.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   IFRS 11 ersetzt IAS 31 „Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sowie SIC 13 „Gemeinschaftlich geführte Unternehmen nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Der Standard stellt auf die Art der sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechte und Pflichten ab anstatt auf die rechtliche Form. Die Möglichkeit, die anteilige Konsolidierungsmethode bei der Bilanzierung von gemeinschaftlich beherrschten Unternehmen anzuwenden, wird gestrichen. Es verbleibt die Bilanzierung der Beteiligung nach der Equity-Methode. Gemeinschaftlich beherrschte Vermögenswerte werden ebenfalls abgeschafft. Es bleiben lediglich die gemeinsame Geschäftstätigkeit und Joint Ventures erhalten.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen   Juni 2012   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderung des IFRS 11 stellt Übergangsvorschriften klar. Demnach sind Vergleichsinformationen nur für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode zu machen.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   IFRS 12 ersetzt die Vorschriften zu Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC 12. Der Standard zielt durch neue, umfassende Angaben für sämtliche Arten von Beteiligungen auf verbesserte Angaben zu konsolidierten und nicht konsolidierten Unternehmen ab.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen   Juni 2012   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderung des IFRS 12 stellt Übergangsvorschriften klar. Demnach sind Vergleichsinformationen nur für die direkt vorangegangene Vergleichsperiode zu machen. Außerdem wird die Pflichtangabe zu Vergleichsinformationen für nicht konsolidierte Gesellschaften für Perioden vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 gestrichen.
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen   Oktober 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IFRS 12 betreffen die Definition von Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zum Exposure Draft weniger restriktiv ist.
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert   Juni 2011   1. Januar 2013   Dezember 2012   IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert und regelt seine Ermittlung. Die bisher in einzelnen Standards bestehenden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts werden durch einen zentralen Standard ersetzt. Außerdem werden die Angabepflichten weitestgehend vereinheitlicht. Im Zuge dessen werden die Angabepflichten für nicht finanzielle Vermögenswerte erweitert. Weitere Änderungen betreffen die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos, das sich auf die Bewertung der Derivate auswirken kann.


 

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  Voraussicht-
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  EU Endorsement   Inhalt
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Durch Folgeänderungen der IFRS 9 und IAS 39 wurde der IFRS 13 angepasst. Die Erleichterungsvorschrift, dass kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten ohne festgelegten Zins zum Nominalwert bilanziert werden können, sofern der Abzinsungseffekt unwesentlich ist, ist demnach nicht mehr enthalten. Die Annual Improvements stellen klar, dass die Regelung jedoch weiterhin anwendbar ist. Mögliche Auswirkungen auf den HUGO BOSS Konzern werden überprüft.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses   Juni 2011   1. Juli 2012   Juni 2012   Das sonstige Gesamtergebnis ist so aufzuteilen, dass sonstige Posten, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, gesondert von solchen ausgewiesen werden, die im sonstigen Gesamtergebnis verbleiben.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses   Mai 2012   1. Januar 2013   Ausstehend   Die Änderung des IAS 1 aus den jährlichen Verbesserungen 2011 beinhaltet Änderungen zur Angabe von Vergleichsinformationen.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IAS 1 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 soll zur Klarstellung von Auslegungsfragen dienen. Wenn ein Kredit innerhalb von zwölf Monaten fällig ist, allerdings vor dem Bilanzstichtag eine Anschlussvereinbarung oder Prolongation getroffen wurde, ist der Kredit gem. IAS 1.73 als langfristig einzustufen. Im Zuge der Annual Improvements wird klargestellt, dass dies nur der Fall sein soll, wenn die Vereinbarung mit dem gleichen Kreditgeber und zu vergleichbaren Konditionen erfolgt. In anderen Fällen ist der Kredit als kurzfristig auszuweisen.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Der im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 geänderte IAS 7 stellt klar, dass gem. IAS 23 aktivierte Zinszahlungen in der Kapitalflussrechnung dem gleichen Tätigkeitsbereich zuzuordnen sind, dem auch der zugehörige Vermögenswert zugeordnet ist.
IAS 12 Ertragsteuern   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IAS 12 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 sieht vor, dass für getrennte Steuerarten mit Abzugsbeschränkungen für jede Einkommensart getrennte Beurteilungen hinsichtlich der Ansetzbarkeit aktiver latenter Steuern vorgenommen werden sollen. Eine Gesamtbetrachtung ist demnach nur zulässig, wenn keine Verrechnungsbeschränkungen vorliegen. Des Weiteren soll die Beurteilung, ob zukünftig ein ausreichender zu versteuernder Gewinn zur Verfügung steht, vor Abzug der temporären Differenzen erfolgen.
IAS 16
IAS 38
Sachanlagen
Immaterielle Vermögenswerte
  Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IAS 16 und IAS 38 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 sieht vor, dass bei Anwendung der Bruttomethode innerhalb der Neubewertungsmethode keine zwingend proportionale Anpassung der kumulierten Abschreibung mehr vorzunehmen ist. Die Anpassung des Bruttobuchwerts soll konsistent mit der Neubewertung des Buchwerts erfolgen. Die kumulierte Abschreibung soll sich als Differenz zwischen dem Brutto- und Nettobuchwert bestimmen.
Standard / Interpretation   Veröffent-
lichung durch IASB
  Voraussicht-
liche Anwendung
  EU Endorsement   Inhalt
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Durch Folgeänderungen der IFRS 9 und IAS 39 wurde der IFRS 13 angepasst. Die Erleichterungsvorschrift, dass kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten ohne festgelegten Zins zum Nominalwert bilanziert werden können, sofern der Abzinsungseffekt unwesentlich ist, ist demnach nicht mehr enthalten. Die Annual Improvements stellen klar, dass die Regelung jedoch weiterhin anwendbar ist. Mögliche Auswirkungen auf den HUGO BOSS Konzern werden überprüft.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses   Juni 2011   1. Juli 2012   Juni 2012   Das sonstige Gesamtergebnis ist so aufzuteilen, dass sonstige Posten, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, gesondert von solchen ausgewiesen werden, die im sonstigen Gesamtergebnis verbleiben.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses   Mai 2012   1. Januar 2013   Ausstehend   Die Änderung des IAS 1 aus den jährlichen Verbesserungen 2011 beinhaltet Änderungen zur Angabe von Vergleichsinformationen.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IAS 1 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 soll zur Klarstellung von Auslegungsfragen dienen. Wenn ein Kredit innerhalb von zwölf Monaten fällig ist, allerdings vor dem Bilanzstichtag eine Anschlussvereinbarung oder Prolongation getroffen wurde, ist der Kredit gem. IAS 1.73 als langfristig einzustufen. Im Zuge der Annual Improvements wird klargestellt, dass dies nur der Fall sein soll, wenn die Vereinbarung mit dem gleichen Kreditgeber und zu vergleichbaren Konditionen erfolgt. In anderen Fällen ist der Kredit als kurzfristig auszuweisen.
IAS 7 Kapitalflussrechnungen   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Der im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 geänderte IAS 7 stellt klar, dass gem. IAS 23 aktivierte Zinszahlungen in der Kapitalflussrechnung dem gleichen Tätigkeitsbereich zuzuordnen sind, dem auch der zugehörige Vermögenswert zugeordnet ist.
IAS 12 Ertragsteuern   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IAS 12 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 sieht vor, dass für getrennte Steuerarten mit Abzugsbeschränkungen für jede Einkommensart getrennte Beurteilungen hinsichtlich der Ansetzbarkeit aktiver latenter Steuern vorgenommen werden sollen. Eine Gesamtbetrachtung ist demnach nur zulässig, wenn keine Verrechnungsbeschränkungen vorliegen. Des Weiteren soll die Beurteilung, ob zukünftig ein ausreichender zu versteuernder Gewinn zur Verfügung steht, vor Abzug der temporären Differenzen erfolgen.
IAS 16
IAS 38
Sachanlagen
Immaterielle Vermögenswerte
  Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderung des IAS 16 und IAS 38 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 sieht vor, dass bei Anwendung der Bruttomethode innerhalb der Neubewertungsmethode keine zwingend proportionale Anpassung der kumulierten Abschreibung mehr vorzunehmen ist. Die Anpassung des Bruttobuchwerts soll konsistent mit der Neubewertung des Buchwerts erfolgen. Die kumulierte Abschreibung soll sich als Differenz zwischen dem Brutto- und Nettobuchwert bestimmen.


 

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Standard / Interpretation   Veröffent-
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  Voraussichtliche Anwendung   EU Endorsement   Inhalt
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer   Juni 2011   1. Januar 2013   Juni 2012   Die Änderungen des IAS 19 beinhalten zum einen die Abschaffung der Korridor-Methode. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden demnach sofort im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals erfasst (sogenannte SORIE-Methode). Zum anderen wird die Darstellung von Änderungen der Nettoschulden (beziehungsweise des Nettovermögens) aus leistungsorientierten Plänen einschließlich der sofortigen Erfassung von leistungsorientierten Kosten geregelt. Eine weitere Änderung betrifft die Nettozinskomponente für erwarteten Ertrag aus Planvermögen und Zinsaufwand auf die Pensionsverpflichtung. Außerdem ist eine vollständige Erfassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands in der Periode der Planänderung vorgesehen. Darüber hinaus erfolgt die Verzinsung des Planvermögens nicht mehr aufgrund von Erwartungen, sondern in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen. Der geänderte IAS 19 sieht außerdem die Erweiterung von Angabe- und Erläuterungspflichten vor. Die Änderungen des IAS 19 werden Auswirkungen auf die Höhe des Zinsergebnisses und die ergebnisneutralen Bestandteile des Gesamtergebnisses haben, bei den Pensionsverpflichtungen wird es voraussichtlich zu keiner Veränderung kommen.
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 24 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 stellen klar, dass Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen neben natürlichen auch juristische Personen (management entity) sein können.
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die zuvor in IAS 27 enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. Der IAS 27 enthält demnach nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen.
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse   Oktober 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 27 betreffen die Definition von Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zum Exposure Draft weniger restriktiv ist.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Bei den Änderungen des IAS 28 handelt es sich um Folgeänderungen aus den neuen IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Der Anwendungsbereich des IAS 28 wird dadurch auf die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen erweitert.
IAS 32 Finanzinstrumente   Juni 2011   1. Januar 2013   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 32 aus den jährlichen Verbesserungen 2011 betreffen zum einen die Bilanzierung von Steuereffekten bei Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und zum anderen die Bilanzierung von Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion.
IAS 32 Finanzinstrumente   Dezember 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderungen des IAS 32 stellen bisherige Saldierungsregeln klar.
IAS 34 Zwischenberichterstattung   Mai 2012   1. Januar 2013   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 34 aus den jährlichen Verbesserungen 2011 betreffen Segmentangaben für das Gesamtvermögen und Schulden in der Zwischenberichterstattung.
IAS 36 Wertminderungen von Vermögenswerten   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Durch die Änderung des IAS 36 im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 sollen die Anhangangaben für Wertminderungen auf Basis von Nutzungswerten und beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten vereinheitlicht werden. Bei der Anwendung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten sind nun neben der Grundlage der Ermittlung auch die angewendeten Zinssätze anzugeben. Weitere Angaben, die sich aus dem IAS 13 ergeben, entfallen.
Standard / Interpretation   Veröffent-
lichung durch IASB
  Voraussichtliche Anwendung   EU Endorsement   Inhalt
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer   Juni 2011   1. Januar 2013   Juni 2012   Die Änderungen des IAS 19 beinhalten zum einen die Abschaffung der Korridor-Methode. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden demnach sofort im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals erfasst (sogenannte SORIE-Methode). Zum anderen wird die Darstellung von Änderungen der Nettoschulden (beziehungsweise des Nettovermögens) aus leistungsorientierten Plänen einschließlich der sofortigen Erfassung von leistungsorientierten Kosten geregelt. Eine weitere Änderung betrifft die Nettozinskomponente für erwarteten Ertrag aus Planvermögen und Zinsaufwand auf die Pensionsverpflichtung. Außerdem ist eine vollständige Erfassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands in der Periode der Planänderung vorgesehen. Darüber hinaus erfolgt die Verzinsung des Planvermögens nicht mehr aufgrund von Erwartungen, sondern in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen. Der geänderte IAS 19 sieht außerdem die Erweiterung von Angabe- und Erläuterungspflichten vor. Die Änderungen des IAS 19 werden Auswirkungen auf die Höhe des Zinsergebnisses und die ergebnisneutralen Bestandteile des Gesamtergebnisses haben, bei den Pensionsverpflichtungen wird es voraussichtlich zu keiner Veränderung kommen.
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 24 aus den jährlichen Verbesserungen 2012 stellen klar, dass Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen neben natürlichen auch juristische Personen (management entity) sein können.
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die zuvor in IAS 27 enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. Der IAS 27 enthält demnach nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen.
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse   Oktober 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 27 betreffen die Definition von Investmentgesellschaften, die im Gegensatz zum Exposure Draft weniger restriktiv ist.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen   Mai 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Bei den Änderungen des IAS 28 handelt es sich um Folgeänderungen aus den neuen IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Der Anwendungsbereich des IAS 28 wird dadurch auf die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen erweitert.
IAS 32 Finanzinstrumente   Juni 2011   1. Januar 2013   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 32 aus den jährlichen Verbesserungen 2011 betreffen zum einen die Bilanzierung von Steuereffekten bei Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und zum anderen die Bilanzierung von Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion.
IAS 32 Finanzinstrumente   Dezember 2011   1. Januar 2014   Dezember 2012   Die Änderungen des IAS 32 stellen bisherige Saldierungsregeln klar.
IAS 34 Zwischenberichterstattung   Mai 2012   1. Januar 2013   Ausstehend   Die Änderungen des IAS 34 aus den jährlichen Verbesserungen 2011 betreffen Segmentangaben für das Gesamtvermögen und Schulden in der Zwischenberichterstattung.
IAS 36 Wertminderungen von Vermögenswerten   Mai 2012   1. Januar 2014   Ausstehend   Durch die Änderung des IAS 36 im Rahmen der jährlichen Verbesserungen 2012 sollen die Anhangangaben für Wertminderungen auf Basis von Nutzungswerten und beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten vereinheitlicht werden. Bei der Anwendung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten sind nun neben der Grundlage der Ermittlung auch die angewendeten Zinssätze anzugeben. Weitere Angaben, die sich aus dem IAS 13 ergeben, entfallen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis des HUGO BOSS Konzerns umfasst die HUGO BOSS AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Die Beherrschung ist grundsätzlich gegeben, wenn der Konzern die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart zu bestimmen, dass er von dessen Aktivitäten profitiert. Neben der HUGO BOSS AG, Metzingen, Deutschland, sind dies im Einzelnen folgende Gesellschaften (Kapitalbeteiligung jeweils 100%, soweit nicht abweichend vermerkt):

 

1 Beteiligung mit einem Kapitalanteil von 94%.
2 Tochterunternehmen, die von der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch machen.
3 Beteiligung mit einem direkten und indirekten Kapitalanteil von 60%.
BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 869 KG   Pullach, Deutschland 1, 2
GRAMOLERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft Objekt Ticino mbH   Metzingen, Deutschland 2
HUGO BOSS (Schweiz) AG   Zug, Schweiz
HUGO BOSS Australia Pty. Ltd.   Preston, Australien
HUGO BOSS Belgium BVBA   Diegem, Belgien
HUGO BOSS Belgium Retail BVBA   Diegem, Belgien
HUGO BOSS Benelux B.V.   Amsterdam, Niederlande
HUGO BOSS Benelux B.V. CIA, S.C.   Madrid, Spanien
HUGO BOSS Benelux Retail B.V.   Amsterdam, Niederlande
HUGO BOSS Beteiligungsgesellschaft mbH   Metzingen, Deutschland 2
HUGO BOSS Canada, Inc.   Toronto, Kanada
HUGO BOSS China Retail Co. Ltd.   Shanghai, China
HUGO BOSS Cleveland, Inc.   Cleveland, OH, USA
HUGO BOSS Dienstleistungs GmbH   Metzingen, Deutschland
HUGO BOSS Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG
  Metzingen, Deutschland 2
HUGO BOSS do Brasil Ltda.   Sao Paulo, Brasilien
HUGO BOSS Fashions, Inc.   Wilmington, DE, USA
HUGO BOSS France SAS   Paris, Frankreich
HUGO BOSS Guangdong Trading Co. Ltd.   Guangzhou, China
HUGO BOSS Hellas LLC   Athen, Griechenland
HUGO BOSS Holding Netherlands B.V.   Amsterdam, Niederlande
HUGO BOSS Holding Sourcing S.A.   Coldrerio, Schweiz
HUGO BOSS Holdings Pty. Ltd.   Preston, Australien
HUGO BOSS Hong Kong Ltd.   Hongkong
HUGO BOSS International B.V.   Amsterdam, Niederlande
HUGO BOSS International Markets AG   Zug, Schweiz
HUGO BOSS Internationale Beteiligungs-GmbH   Metzingen, Deutschland 2
HUGO BOSS Ireland Ltd.   Dublin, Irland
HUGO BOSS Italia S.p.A.   Mailand, Italien
HUGO BOSS Japan K.K.   Tokio, Japan
HUGO BOSS Licensing, Inc.   Wilmington, DE, USA
HUGO BOSS Lotus Hong Kong Limited   Hongkong
HUGO BOSS Magazacilik Ltd. Sti.   Izmir, Türkei
HUGO BOSS Mexico Management Services S.A. de C.V.   Mexiko-Stadt, Mexiko
HUGO BOSS Mexico S.A. de C.V.   Mexiko-Stadt, Mexiko
HUGO BOSS Nordic ApS   Kopenhagen, Dänemark
HUGO BOSS Portugal & Companhia   Lissabon, Portugal
HUGO BOSS Retail, Inc.   New York, NY, USA
HUGO BOSS Scandinavia AB   Stockholm, Schweden
HUGO BOSS Shoes & Accessories Italia S.p.A.   Morrovalle, Italien
HUGO BOSS Switzerland Retail AG   Zürich, Schweiz
HUGO BOSS Textile Industry Ltd.   Izmir, Türkei
HUGO BOSS Ticino S.A.   Coldrerio, Schweiz
HUGO BOSS Trade Mark Management GmbH & Co. KG   Metzingen, Deutschland 2
HUGO BOSS Trade Mark Management Verwaltungs-GmbH   Metzingen, Deutschland
HUGO BOSS UK Ltd.   London, Großbritannien
HUGO BOSS USA, Inc.   New York, NY, USA
HUGO BOSS Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG   Metzingen, Deutschland 2
Lotus Concept Trading (Macau) Co., Ltd.   Macau 3
Lotus (Shenzhen) Commerce Ltd.   Shenzhen, China 3
MSC Poland Sp.z.o.o.   Radom, Polen
ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Dieselstraße KG
  Grünwald, Deutschland 1, 2
ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Metzingen KG
  Grünwald, Deutschland 1, 2

Die beiden folgenden Gesellschaften wurden seit ihrer Gründung im Jahr 2008 nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen:

  • GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lagerimmobilie KG
  • GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lagerlogistik KG

Sie wurden mit Wirkung zum 12. Januar 2012 aus dem Handelsregister gelöscht.

Mit Wirkung zum 2. Oktober 2012 hat der HUGO BOSS Konzern eine neue Tochtergesellschaft in Russland, HUGO BOSS RUS LLC, Moskau, Russland, gegründet. Der HUGO BOSS Konzern hält 100% der Anteile an dieser Gesellschaft. Die HUGO BOSS RUS LLC wird zum 31. Dezember 2012 nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie aus Sicht des Konzerns unwesentlich ist. Umsatz, Ergebnis und Bilanzsumme der Gesellschaft haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sämtliche genannten Indikatoren unterschreiten den Grenzwert von 1% der entsprechenden Konzernkennzahl.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2012 veränderte sich die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 nicht. Es werden weiterhin 54 Gesellschaften konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2012 wurden folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis vorgenommen:

Die HUGO BOSS Merchandise Management GmbH, Metzingen, Deutschland, wurde zum 1. Januar 2012 formwechselnd in die HUGO BOSS Distributionszentrum Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt HUGO BOSS Filderstadt KG umgewandelt.

Insgesamt stellt sich die Zahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 wie folgt dar:

Anzahl der vollkonsolidierten Gesellschaften


 

    2012   2011
1. Januar   54   55
Neu gegründete/konsolidierte Unternehmen   0   1
Verschmelzung/Abgang   0   -2
31. Dezember   54   54

Angaben zum grössten Konsolidierungskreis

Die Red & Black Holding GmbH, Oberursel (Taunus), Deutschland, hält die Mehrheit der Stimmrechte an der HUGO BOSS AG. Der Konzernabschluss der HUGO BOSS AG wird in den Konzernabschluss der Red & Black Holding GmbH, Oberursel (Taunus), Deutschland, als größtem Konsolidierungskreis einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, das heißt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Unwesentlichkeit ist gegeben, sofern Umsatz, Ergebnis und Bilanzsumme dieser Unternehmen in Summe weniger als 1% der entsprechenden Konzernkennzahl ausmachen. Diese Einschätzung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen werden zum beizulegenden Zeitwert oder, soweit dieser nicht verlässlich ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten bewertet und als sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung konzerneinheitlicher Rechnungslegungsgrundsätze erstellt.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und -verluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Unternehmenszusammenschlüsse

Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode („acquisition method“) bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich bedingter Verbindlichkeiten) werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Anteile anderer Gesellschafter werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwert

Erlangt ein Unternehmen die Beherrschung über ein anderes Unternehmen, liegt ein Unternehmenszusammenschluss im Sinne des IFRS 3 vor. Gemäß IFRS 3 sind Unternehmenszusammenschlüsse unter Anwendung der Erwerbsmethode zu bilanzieren. In diesem Rahmen muss eine Kaufpreisallokation durchgeführt werden.

Ein aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierender Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem Betrag der Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar. Liegt die Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Prüfung sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nach dem erstmaligen Ansatz in der funktionalen Währung der erworbenen ausländischen Einheit zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen angesetzt. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich sowie bei Anzeichen einer potenziellen Wertminderung einem sogenannten Wertminderungstest (Impairment Test) unterzogen.

Zwischengewinneliminierung

Die HUGO BOSS Vertriebsgesellschaften beziehen fertige Erzeugnisse und Handelswaren (Fertigwaren) regelmäßig ausschließlich von den konzerneigenen Produktions- und Beschaffungseinheiten. Für die am Bilanzstichtag noch auf Lager befindlichen, konzernintern gelieferten Fertigwaren werden im Rahmen der Konsolidierungsvorgänge Gewinne aus den konzerninternen Lieferungen eliminiert.

Liegt der Bilanzwert der Vertriebsgesellschaft durch lokal vorgenommene Abwertungen bereits unter den Konzernherstellungskosten, werden keine Zwischengewinne eliminiert.

Ein zu eliminierender Zwischengewinn ergibt sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Fertigwaren auf Ebene der Vertriebsgesellschaft nach lokal vorgenommenen Wertminderungen und den Konzernherstellungskosten.

Des Weiteren werden die Fertigwaren, bewertet zu Konzernanschaffungskosten, auf den Wertminderungsbedarf aus Sicht des HUGO BOSS Konzerns geprüft. Liegen die Konzernherstellungskosten über dem voraussichtlichen Netto-Veräußerungserlös, sind weitere Wertminderungen vorzunehmen. Der voraussichtlich erzielbare Veräußerungserlös aus Sicht des Konzerns orientiert sich hierbei an den weltweiten konzerneigenen Absatzkanälen, insbesondere den Lager- und Outletkapazitäten.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des Konzerns entspricht der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, der HUGO BOSS AG. Die funktionale Währung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dabei im Regelfall der jeweiligen Landeswährung. Bei Einheiten, die einen wesentlichen Teil der Absatz- und Beschaffungsaktivitäten sowie der Finanzierung in einer anderen als der jeweiligen Landeswährung abwickeln, ist die funktionale Währung die Währung des primären Geschäftsumfelds. Dementsprechend ist die funktionale Währung der HUGO BOSS Textile Industry Ltd., Türkei, und der HUGO BOSS International Markets AG, Schweiz, der Euro, da die wesentlichen Transaktionen dieser Gesellschaften in Euro getätigt werden.

Fremdwährungstransaktionen und -salden

In den Einzelabschlüssen werden Transaktionen in Fremdwährung zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. Monetäre Posten (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Umrechnungskurses am Stichtag in die funktionale Währung umgerechnet.

Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden unmittelbar erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Umrechnung der Einzelabschlüsse

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht dem Euro entspricht, werden auf Basis der jeweiligen funktionalen Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß IAS 21, nach der Vermögenswerte inklusive Geschäfts- oder Firmenwerte und Schulden jeweils mit den Wechselkursen zum Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet werden. Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird ebenfalls mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet. Im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasste Umrechnungsdifferenzen werden bei der Veräußerung des jeweiligen Konzernunternehmens in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Die wichtigsten im Konzernabschluss verwendeten Kurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

 

    Währung   Durchschnittskurs   Bilanzstichtagskurs
Land   1 EUR =   2012   2011   2012   2011
Australien   AUD   1,2412   1,3485   1,2712   1,2723
Brasilien   BRL   2,5081   2,3256   2,7036   2,4159
China   CNY   8,1085   8,9973   8,2207   8,1588
Dänemark   DKK   7,4437   7,4507   7,4610   7,4342
Großbritannien   GBP   0,8111   0,8677   0,8161   0,8353
Hongkong   HKD   9,9714   10,8344   10,2260   10,0510
Japan   JPY   102,5697   111,0283   113,6100   100,2000
Kanada   CAD   1,2848   1,3758   1,3137   1,3215
Macau   MOP   10,2750   11,1633   10,5363   10,3381
Mexiko   MXN   16,9091   17,2748   17,1845   18,0512
Norwegen   NOK   7,4767   7,7940   7,3483   7,7540
Schweden   SEK   8,7070   9,0273   8,5820   8,9120
Schweiz   CHF   1,2053   1,2338   1,2072   1,2156
USA   USD   1,2854   1,3917   1,3194   1,2939

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der HUGO BOSS AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Erträge werden nach Abzug von Skonti und Preisnachlässen sowie ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus.

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit der Lieferung beziehungsweise dem Verkauf der Waren und der Erzeugnisse ein. Ansprüche aus Retourenvereinbarungen werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung erfolgsmindernd berücksichtigt, sofern die Höhe der zukünftigen Rücksendungen verlässlich bestimmbar ist.

Zinserträge

Zinsen werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswerts erfasst.

Lizenzerträge und sonstige Erträge

Lizenzerträge und sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrags erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden auf der Grundlage eines direkten Zusammenhangs zwischen den angefallenen Kosten und den entsprechenden Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wurde beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung.

Funktionskosten

Betriebliche Aufwendungen werden grundsätzlich nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Kostenstelle den einzelnen Funktionen zugeordnet. Aufwendungen im Zusammenhang mit funktionsübergreifenden Aktivitäten oder Projekten werden auf Basis eines geeigneten Zuordnungsprinzips auf die betreffenden Funktionskosten aufgeteilt.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Fertigwaren werden grundsätzlich mit den gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten sowie für eigengefertigte Waren zu einem um Produktionsabweichungen angepassten Standardpreis bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die produktionsbezogenen fixen und variablen Gemeinkosten, basierend auf einer Normalauslastung der Produktionsanlagen. Fremdkapitalkosten werden nicht berücksichtigt.

Soweit die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten der Vorräte den Wert übersteigen, der sich ausgehend von den realisierbaren Verkaufspreisen abzüglich bis zum Verkauf noch anfallender Kosten ergibt, wird der niedrigere Wert angesetzt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind mit ihren Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert, sondern in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, soweit die Kriterien für die Aktivierung nicht erfüllt sind. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Ausschließlich auf steuerlichen Regelungen beruhende Abschreibungen werden nicht angesetzt.

Für Gebäude wird grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 30 Jahren zugrunde gelegt. Bauten und Einbauten auf fremden Grundstücken werden entsprechend der Laufzeit der Mietverträge beziehungsweise einer niedrigeren Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Barwert der erwarteten Kosten für die Entsorgung beziehungsweise den Rückbau des Vermögenswerts nach dessen Nutzung ist in den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten enthalten, wenn die Ansatzkriterien für eine entsprechende Rückstellung erfüllt sind.

Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer fünf bis 15 Jahre, bei anderen Anlagen sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis 15 Jahre.

Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens im Einklang stehen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Einzelne langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen sind als „zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ einzustufen, wenn eine Veräußerung höchstwahrscheinlich ist und der Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ sind gesondert in der Bilanz auszuweisen und werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen endet mit der Einstufung als „zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“.

Leasingverhältnisse

Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Die Aktivierung des Leasinggegenstandes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswerts aktiviert. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstandes entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing-Verhältnisse), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert, sondern in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, soweit die Kriterien für die Aktivierung nicht erfüllt sind. Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden, soweit es sich um Vermögenswerte mit begrenzten Nutzungsdauern handelt, linear über eine Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Sogenanntes „Key Money“ zählt ebenso zu den immateriellen Vermögenswerten. Dies sind Zahlungen, die anlässlich des Abschlusses von Mietverträgen für eigene Einzelhandelsgeschäfte, in exponierter Lage, als Einmalzahlungen an den Vormieter oder an den Vermieter geleistet werden. Die Unterscheidung zwischen begrenzter und unbegrenzter Nutzungsdauer wird anhand der tatsächlichen Verhältnisse in den Ländern, in denen sich die jeweiligen Einzelhandelsgeschäfte befinden, getroffen. Key Money mit unbegrenzter Nutzungsdauer betrifft momentan die Länder Brasilien, Frankreich und Dänemark.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden ebenfalls zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst, sofern sie die Kriterien zur Aktivierung als selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstand nicht erfüllen. Die Entwicklungskosten sind somit in den produktionsbezogenen fixen und variablen Gemeinkosten und somit auch in den Herstellungskosten enthalten.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden, soweit für den HUGO BOSS Konzern derzeit relevant, in folgende Kategorien eingeteilt:

a / Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)
b / Kredite und Forderungen (LaR)
c / Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT)
d / Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLAC)
e / Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete, zur Veräußerung gehaltene, Vermögenswerte (AFS). Sofern kein aktiver Markt besteht und der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden Eigenkapitalinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die oben genannten Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, das heißt am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf der Vermögenswerte eingegangen ist, bilanziell erfasst.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen finanziellen Vermögenswerten, die nicht als „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ klassifiziert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashflows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

In der Bilanz angesetzte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht, wertgemindert oder beglichen sind.

Der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden finanzielle Vermögenswerte zugeordnet, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Hierunter fallen derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind. Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden stets erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswerts niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, der aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ werden die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung einbezogenen Derivate zugeordnet. Bei negativem Zeitwert führt dies zum Ansatz einer sonstigen finanziellen Verbindlichkeit. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei entstehende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn Schulden ausgebucht oder getilgt werden.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im HUGO BOSS Konzern ausschließlich zur Sicherung von Zins-, Währungs- und Aktienkursrisiken (SAR) aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Bei Eingehen von Sicherungsgeschäften werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften zugeordnet. Dabei werden die Voraussetzungen des IAS 39 zur Qualifizierung der Geschäfte als Sicherungsgeschäfte erfüllt.

Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zuzuordnen und zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam ausgewiesen.

Soweit die eingesetzten Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach den Vorschriften von IAS 39 (Cashflow-Hedges) sind, führen die Zeitwertschwankungen nicht zu Auswirkungen auf das Periodenergebnis während der Laufzeit des Derivats. Die Zeitwertschwankungen werden erfolgsneutral in der entsprechenden Rücklagenposition erfasst. Der angesammelte Wert im Eigenkapital wird bei Fälligwerden des gesicherten Zahlungsstroms als Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert durch Anwendung anerkannter Optionspreismodelle sowie durch Bewertungen von Banken ermittelt.

Sicherungspolitik des Konzerns ist es, ausschließlich wirksame Derivate zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken abzuschließen. Die zur Behandlung als Sicherungsgeschäfte notwendigen materiellen und formellen Voraussetzungen des IAS 39 wurden sowohl bei Abschluss der Sicherungsgeschäfte als auch am Bilanzstichtag erfüllt.

Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Bei nicht-finanziellen Vermögenswerten (Sachanlagevermögen, Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte) wird an jedem Abschlussstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung ("Triggering Events") vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vorgenommen. Unabhängig davon ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, werden immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Key Money und Markenrechte) sowie bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Geschäfts- und Firmenwerte jährlich auf Wertminderung überprüft. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert entspricht dabei dem Barwert der erwarteten Mittelzuflüsse. Für die Abzinsung der erwarteten Zahlungsströme wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz verwendet, der die Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen auf Basis von externen Gutachten berücksichtigt. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit; kurz: CGU) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweiligen erzielbaren Betrag, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswerts. Bei Vorliegen eines Wertminderungsaufwands in einer CGU werden zunächst bestehende Geschäfts- und Firmenwerte abgeschrieben. Der darüber hinausgehende Wertminderungsaufwand reduziert anteilig die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der jeweiligen CGU.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswerts oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe des erzielbaren Betrags. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertminderung in der Vergangenheit ergeben hätte. Die vorzunehmende Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam. Wertaufholungen von vorgenommenen Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sind nicht zulässig.

Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde beziehungsweise eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Konzern tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in den Handels- und Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS sowie auf bestimmte Konsolidierungsvorgänge gebildet. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden nach der Verbindlichkeiten-Methode (Liability Method) angesetzt.

Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Verrechnung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.

Die Bewertung latenter Steueransprüche und Steuerschulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Perioden erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren werden. Für einbehaltene Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen sind passive latente Steuern insoweit angesetzt worden, wie es wahrscheinlich ist, dass diese in absehbarer Zukunft ausgeschüttet werden.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert dargestellt, soweit der Konzern einen Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen die tatsächlichen Steuerschulden hat und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf das gleiche Steuersubjekt beziehen.

Soweit Sachverhalte direkt im Eigenkapital verbucht wurden und eine Veränderung der latenten Steuern mit sich bringen, werden diese ebenso direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen

Zum Zugangszeitpunkt werden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. In den Folgeperioden wird die Verbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode getilgt und bewertet.

Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Laufzeit der Leasingperiode in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Eigene Anteile

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden im Falle eines Verkaufs oder einer Wiederausgabe als Aktienaufgeld erfasst. Der Konzern kann die mit den eigenen Anteilen verbundenen Stimmrechte nicht ausüben. Darüber hinaus werden ihnen keine Dividenden zugeordnet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben.

Restrukturierungsaufwendungen

Restrukturierungsaufwendungen werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen oder die oben beschriebenen Kriterien zur Bildung einer Rückstellung erfüllt sind. Aufwendungen in Zusammenhang mit einer vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind dann als Aufwand und Verpflichtung zu erfassen, wenn sich die Gesellschaft im Rahmen eines formalen Plans entweder durch ein Angebot zu Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nachweislich verpflichtet hat, womit ein freiwilliges Ausscheiden gefördert werden soll, oder sie sich zu einer vorzeitigen Beendigung vor Eintritt des normalen Renteneintrittsalters verpflichtet hat.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne, das unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet wurde. Dem Anwartschaftsbarwert am Jahresende wurde das in Fonds ausgegliederte Planvermögen zum Zeitwert gegenübergestellt, soweit die Verrechnung zulässig ist (Asset Ceiling). Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in der anfallenden Periode in voller Höhe im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Es erfolgt keine Umgliederung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus dem sonstigen Ergebnis in das Konzernergebnis in den Folgejahren. Ebenso werden jegliche Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling) behandelt. Die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sowie die Zinsaufwendungen werden innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen, die verbleibenden Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Auch Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung des HUGO BOSS Konzerns ist gemäß dem sogenannten „Management Approach“ an der internen Organisations- und Berichtsstruktur ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus den nach IFRS aufgestellten Abschlüssen abgeleitet.

Ermessensausübungen und Schätzungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Ende der Berichtsperiode ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angaben von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Schätzungen und Annahmen werden getroffen, um ein tatsächliches Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Jedoch können die tatsächlichen Beträge von den ursprünglichen Schätzungen abweichen.

Bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden des Konzerns hat das Management folgende Ermessensentscheidungen getroffen, die die Beträge im Konzernabschluss wesentlich beeinflussen.

a / Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte ( Geschäfts- und Firmenwerte, Markenrechte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, Key Money mit begrenzter und unbegrenzter Laufzeit) und des Sachanlagevermögens der konzerneigenen Einzelhandelsgeschäfte wurden bestimmte Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags getroffen. In diesem Rahmen werden die erwarteten Zahlungsströmen für die Erstellung der Werthaltigkeitstests (Impairment Tests) aus Budgetplanungen sowie aus mittelfristigen Planungsrechnungen für die jeweilige CGU abgeleitet und diskontiert. Das Management geht davon aus, dass die den diskontierten Zahlungsströme zugrunde liegenden Annahmen und Einschätzungen angemessen sind. Durch eine Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der branchenspezifischen Wachstumsannahmen können sich jedoch Auswirkungen auf die Werthaltigkeitstests ergeben, die in Zukunft zu zusätzlichen Wertminderungen oder Wertaufholungen führen können.

Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen CGUs einschließlich einer Sensitivitätsanalyse werden in der Anhangsziffer 12 näher erläutert.

Zum Bilanzstichtag wurden Wertminderungen in Höhe von 10.567 TEUR (2011: 4.150 TEUR) vorgenommen. Weitere Erläuterungen werden in der Anhangsziffer 10 bis 12 vorgenommen.

b / Einzelwertberichtigungen auf Forderungen

Die Einbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Basis der geschätzten Wahrscheinlichkeit des Ausfalls beurteilt. Entsprechend werden Forderungen gegen Kunden, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde (sofern vorliegende Sicherheiten nicht werthaltig sind), in voller Höhe einzelwertberichtigt. Überfällige Forderungen werden mit individuell ermittelten Prozentsätzen von 1% bis 100% einzelwertberichtigt. Alle Tochtergesellschaften des HUGO BOSS Konzerns sind dazu verpflichtet, eine Altersstruktur ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu führen. Hierdurch wird gewährleistet, dass eine risikoadjustierte Abwertung möglich ist. Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit von Forderungen wurden auch externe Stellungnahmen über den Wert von Sicherheiten eingeholt.

Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der realisierten Wertberichtigungen übersteigen, was sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken könnte.

Zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen in Höhe von 16.628 TEUR (2011: 33.521 TEUR) vorgenommen.

Weitere Erläuterungen werden in der Anhangsziffer 15 vorgenommen.

c / Vorratsbewertung

Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der damit teilweise verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden Abwertungen vorgenommen.

Für Rohstoffe werden über Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen Abschläge von 1% bis 95 % vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse werden nicht abgewertet. Für Fertigerzeugnisse und Handelswaren orientiert sich der Wertansatz am noch zu erzielenden Nettoveräußerungspreis über die konzerneigenen Absatzkanäle.

Ein Niederstwerttest wird für Handelswaren und Fertigerzeugnisse anhand von Gängigkeits-, Reichweite- und Nettoveräußerungswertanalysen durchgeführt. Wertminderungen auf den erwarteten niedrigeren Verkaufspreis sowohl auf Ebene der Vertriebsgesellschaften als auch aus Sicht des Konzerns werden über diese Abwertungsroutinen antizipiert.

Zum Bilanzstichtag wurden Wertminderungen in Höhe von 41.891 TEUR (2011: 34.439 TEUR) vorgenommen. Diese sind in Anhangsziffer 14 erläutert.

d / Rückstellungen

Da der HUGO BOSS Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist, unterliegt er einer Vielzahl von rechtlichen Rahmenbedingungen. Angesichts der Komplexität der internationalen Vorschriften ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ereignissen und den getroffenen Annahmen beziehungsweise Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen der bilanzierten Rückstellungen des Konzerns erforderlich machen. Basierend auf vernünftigen Schätzungen werden Rückstellungen für mögliche Auswirkungen rechtlicher Sachverhalte gebildet. Bei der Beurteilung wird auch auf die Einschätzung lokaler externer Sachverständiger wie Anwälte oder Steuerberater zurückgegriffen. Etwaige Unterschiede zwischen der ursprünglichen Einschätzung und dem tatsächlichen Ausgang können in der jeweiligen Periode Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Weitere Erläuterungen sind in der Anhangsziffer 23 zu finden.

e / Pensionsrückstellungen

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Fondsvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens wird auf der Grundlage historischer langfristiger Renditen und der Struktur des Portfolios festgelegt. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten.

Zum Bilanzstichtag wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von 96.422 TEUR (2011: 78.868 TEUR) bilanziert. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 24 verwiesen.

f / Latente Steuern auf Verlustvorträge

Auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden latente Steueransprüche in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, das künftig zu versteuerndes Einkommen entsteht, gegen das die noch nicht genutzten Verlustvorträge verrechnet werden können. Hierzu übt das Management hinsichtlich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sein Ermessen aus und bewertet die latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in der entsprechenden Höhe.

Zum Bilanzstichtag wurden latente Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 5.090 TEUR (2011: 2.938 TEUR) bilanziert. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 6 verwiesen.

Änderung der Rechnungslegungsmethode / Darstellungsänderungen

Das Management ist der Auffassung, mit den nachfolgenden Änderungen eine verlässlichere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu erreichen. Um den Abschluss des Konzerns im Zeitablauf vergleichen zu können, wurde die Darstellung der Abschlussposten rückwirkend auch für die Vorperiode an den Ausweis der Berichtsperiode angepasst.

Pensionsrückstellungen

Mit dem Konzernabschluss 2012 hat sich der Vorstand der HUGO BOSS AG dazu entschieden, die Rechnungslegungsmethode für Pensionsrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr neu zu würdigen.

Der zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses gültige Standard für Pensionsrückstellungen, IAS 19, sieht ein Wahlrecht bei der Darstellung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vor. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können wie folgt berücksichtigt werden:

  • Sofort erfolgswirksam im Geschäftsjahr der Entstehung
  • Erfolgswirksam im Verhältnis über die voraussichtliche Restdienstzeit und nur soweit ein bestimmter Betrag überschritten wird ("Korridor - Methode")
  • Erfolgsneutral im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis ("SORIE - Methode")

Gemäß IAS 19.93a hat sich der HUGO BOSS Konzern entschlossen, sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie Effekte aus dem Asset Ceiling statt wie bisher sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis ab dem Geschäftsjahr 2012 erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen ("SORIE - Methode"). Der HUGO BOSS Konzern ist der Ansicht, dass diese Änderung stärker die gängige Praxis seiner Wettbewerber in der Branche widerspiegelt. Diese freiwillige Änderung der Rechnungslegungsmethode führt dazu, dass sich die folgenden Bilanzpositionen retrospektiv verändern:

Zum 31. Dezember 2012 vermindern sich die sonstigen Gewinnrücklagen um 6.520 TEUR auf 279.567 TEUR und das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis erhöht sich um 6.520 TEUR auf 307.394 TEUR. In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung hat sich die Position Verwaltungsaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge um 8.773 TEUR auf 211.176 TEUR vermindert, die Ertragsteuern haben sich somit um 2.253 TEUR auf 98.109 TEUR erhöht.

Zum 31. Dezember 2011 vermindern sich die sonstigen Gewinnrücklagen um 395 TEUR auf 206.944 TEUR und das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis erhöht sich um 395 TEUR auf 284.888 TEUR. In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung hat sich die Position Verwaltungsaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge um 519 TEUR auf 188.073 TEUR vermindert, die Ertragsteuern haben sich somit um 125 TEUR auf 91.548 TEUR erhöht.

Zum 1. Januar 2011 vermindern sich die sonstigen Gewinnrücklagen um 2.994 TEUR auf 158.199 TEUR und das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis 2010 erhöht sich um 2.994 TEUR auf 188.889 TEUR. In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung hat sich die Position Verwaltungsaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge um 3.943 TEUR auf 184.862 TEUR vermindert, die Ertragsteuern haben sich somit um 948 TEUR auf 60.875 TEUR erhöht. Die in vorigen Geschäftsjahren entstandenen kumulierten Effekte aus versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten sowie aus dem Asset ceiling in Höhe von 4.869 TEUR waren zum 1. Januar 2011 bereits in den sonstigen Gewinnrücklage enthalten.

Der Effekt auf das Ergebnis je Aktie aufgrund der Änderung der Rechnungslegungsmethode beträgt für das Geschäftsjahr 2011 weniger als 0,01 EUR, das Ergebnis je Aktie beträgt somit weiterhin je Stammaktie 4,12 EUR und je Vorzugsaktie 4,13 EUR. Für das Geschäftsjahr 2010 beläuft sich dieser Effekt auf 0,04 EUR, das Ergebnis je Aktie beträgt somit je Stammaktie 2,73 EUR und je Vorzugsaktie 2,74 EUR.

Die Vorjahreswerte werden rückwirkend in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 8 angepasst.

Latente Steueransprüche / Latente Steuerschulden

Mit dem Konzernabschluss 2012 saldiert der HUGO BOSS Konzern die latenten Steueransprüche und Steuerschulden. Gemäß IAS 12 werden aktive und passive latente Steueransprüche saldiert dargestellt, sofern der Konzern einen Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen die tatsächlichen Steuerschulden hat und diese sich auch bei den Ertragsteuern auf das gleiche Steuersubjekt beziehen.

Diese Darstellungsänderung führt zu einer Verkürzung der Bilanzsumme.

Zum 31. Dezember 2012 verminderte sich die Position aktive latente Steuern um 21.703 TEUR auf 66.974 TEUR. Die Passiven latenten Steuern verminderten sich um 21.703 TEUR auf 19.637 TEUR. Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2012 somit von 1.602.721 TEUR auf 1.584.518 TEUR verringert.

Zum 31. Dezember 2011 verminderte sich die Position aktive latente Steuern um 23.150 TEUR auf 56.086 TEUR. Die passiven latenten Steuern verminderten sich um 28.696 TEUR auf 20.858 TEUR. Durch die Neuwürdigung eines Steuersachverhalts wurde ein Betrag in Höhe von 5.546 TEUR von passiven latenten Steuern in die kurzfristigen Ertragsteuerschulden umgegliedert. Die kurzfristigen Ertragsteuerschulden haben sich somit auf 51.198 TEUR erhöht. Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2011 somit von 1.449.016 TEUR auf 1.425.866 TEUR verringert.

Zum 1. Januar 2011 verminderte sich die Position aktive latente Steuern um 12.680 TEUR auf 36.290 TEUR. Die passiven latenten Steuern verminderten sich um 14.726 TEUR auf 10.152 TEUR. Durch die Neuwürdigung eines Steuersachverhalts wurde ein Betrag in Höhe von 2.046 TEUR von passiven latenten Steuern in die kurzfristigen Ertragsteuerschulden umgegliedert. Die kurzfristigen Ertragsteuerschulden haben sich somit auf 39.661 TEUR erhöht. Die Bilanzsumme hat sich somit zum 1. Januar 2011 somit von 1.355.442 TEUR auf 1.342.762 TEUR verringert.

Die Vorjahreswerte werden rückwirkend in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 8 angepasst.

Forderungen gegenüber Kreditkarteninstituten

Mit dem Konzernabschluss 2012 weist der HUGO BOSS Konzern die Forderungen gegenüber Kreditkarteninstituten nicht mehr unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte sondern innerhalb der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte aus.

Zum 31. Dezember 2012 verringerten sich somit die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 16.494 TEUR auf 61.347 TEUR und die Kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um16.494 TEUR auf 26.541 TEUR.

Zum 31. Dezember 2011 verringerten sich somit die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 5.827 TEUR auf 65.490 TEUR und die Kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 5.827 TEUR auf 17.528 TEUR.

Zum 1. Januar 2011 verringerten sich die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 4.095 TEUR auf 57.825 TEUR und die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 4.095 TEUR auf 14.717 TEUR.

Die Vorjahreswerte werden rückwirkend in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 8 angepasst.

Kapitalflussrechnung

Im Geschäftsjahr 2012 wurden an die Inhaber der Anteile ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividenden in Höhe von 3.153 TEUR separat im Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit gezeigt. Zum 31. Dezember 2011 war der entsprechende Betrag von 1.663 TEUR im Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit enthalten und wurde entsprechend umgegliedert. Im Geschäftsjahr 2010 gab es keine an die Inhaber der Anteile ohne beherrschenden Einfluss gezahlte Dividenden.

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