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29| Haftungsverhältnisse

Für die nachfolgenden zu Nominalwerten angesetzten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten (2011: 1.018 TEUR).

 

(in TEUR)   2012   2011
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0   1.018
GESAMT   0   1.018

30| Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Operating Leasing

Es wurden in erheblichem Umfang Mietverträge abgeschlossen, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operating-Leasing-Verträge zu qualifizieren sind, so dass der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzurechnen ist.

Unter Operating Leasing fallen insbesondere auch Mietvereinbarungen über Immobilien für die vom Konzern betriebenen Einzelhandelsgeschäfte, Lagerflächen sowie für die von Konzerngesellschaften genutzten Büroflächen, die zum überwiegenden Teil auf Mindestleasingzahlungen basieren. Daneben bestehen Mietverhältnisse, die Vereinbarungen über bedingte (insbesondere umsatzabhängige) Mietzahlungen enthalten.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden für Operating-Leasing-Verhältnisse Mietaufwendungen in Höhe von 178.613 TEUR (2011: 141.773 TEUR) berücksichtigt. Der bedingte Mietaufwand betrug 50.143 TEUR (2011: 33.652 TEUR).

Aus den Operating-Leasing-Verträgen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen fällig:

 

(in TEUR)                
2012   Fällig
2013
  Fällig
2014 - 2017
  Fällig
nach 2017
  GESAMT
Summe der künftigen Miet- und Leasingzahlungen (Operating Leasing)   140.716   425.110   240.844   806.670
Sonstige Verpflichtungen   11.987   1.737   615   14.339
    152.703   426.847   241.459   821.009
                 
2011   Fällig
2012
  Fällig
2013 - 2016
  Fällig
nach 2016
  GESAMT
Summe der künftigen Miet- und Leasingzahlungen (Operating Leasing)   132.626   363.526   187.459   683.611
Sonstige Verpflichtungen   13.241   537   0   13.778
    145.867   364.063   187.459   697.389

Aus Untermietverhältnissen hat der Konzern im Geschäftsjahr 2012 Einnahmen in Höhe von 481 TEUR (2011: 115 TEUR) erzielt. Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2012, deren Erhalt aufgrund unkündbarer Mietverhältnisse erwartet wird, beträgt 1.552 TEUR (2011: 1.751 TEUR).

Finanzierungsleasing

In den Sachanlagen sind im Geschäftsjahr 2012 wie im Vorjahr keine Grundstücke enthalten, die dem wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns gemäß IAS 17 zugerechnet werden. Betriebs- und Geschäftsausstattung war ebenfalls nicht enthalten (2011: 1 TEUR).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der HUGO BOSS Konzern ist Werbe- und Sponsoringverträge eingegangen, aus denen sich sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben. In den Folgejahren resultieren daraus folgende Zahlungen:

 

(in TEUR)                
2012   Fällig
2013
  Fällig
2014-2017
  Fällig
nach 2017
  GESAMT
Werbe- und Sponsoringverträge   12.588   8.850   0   21.438
    12.588   8.850   0   21.438
                 
2011   Fällig
2012
  Fällig
2013-2016
  Fällig
nach 2016
  GESAMT
Werbe- und Sponsoringverträge   12.477   19.671   0   32.148
    12.477   19.671   0   32.148

Darüber hinaus bestehen Bestellobligos für Investitionen in Höhe von 76.656 TEUR (2011: 4.060 TEUR). Dabei entfallen auf das Sachanlagevermögen 73.500 TEUR (2011: 2.204 TEUR) sowie auf immaterielle Vermögenswerte 3.156 TEUR (2011: 1.856 TEUR). Die Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 sind in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 fällig. Im Geschäftsjahr 2011 waren die Bestellobligos innerhalb eines Jahres fällig. Darüber hinaus bestehen keine finanziellen Verpflichtungen.

31| Sicherungspolitik und Finanzderivate

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente:

 

(in TEUR)        
    2012
    Nominalwerte   Beizulegende Zeitwerte
Aktiva        
Währungssicherungsgeschäfte   76.768   4.926
Zinssicherungsgeschäfte   0   0
Kaufoptionen (SAR-Hedge)   2.550   2.920
Passiva        
Währungssicherungsgeschäfte   31.606   -1.789
Zinssicherungsgeschäfte   -312.039   -8.419
Kaufoptionen (SAR-Hedge)   0   0
GESAMT   -201.115   -2.362

 

(in TEUR)   2011
    Nominalwerte   Beizulegende Zeitwerte
Aktiva        
Währungssicherungsgeschäfte   50.579   3.245
Zinssicherungsgeschäfte   0   0
Kaufoptionen (SAR-Hedge)   9.964   7.926
Passiva        
Währungssicherungsgeschäfte   63.572   -3.552
Zinssicherungsgeschäfte   -312.550   -18.365
Kaufoptionen (SAR-Hedge)   0   0
GESAMT   -188.435   -10.746

Die angegebenen Nominalwerte stellen den abgesicherten Betrag des jeweiligen Grundgeschäfts dar. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sind als sonstige finanzielle Vermögenswerte aktiviert beziehungsweise als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten passiviert. Sie entsprechen nicht notwendigerweise den Beträgen, die zukünftig unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden.

Daneben sind in den finanziellen Vermögenswerten beizulegende Zeitwerte aus den Kaufoptionen zur Absicherung des Stock Appreciation Rights Program mit einem beizulegenden Zeitwert von 2.920 TEUR (2011: 7.926 TEUR) enthalten.

In den dargestellten beizulegenden Zeitwerten aus derivativen Finanzinstrumenten resultiert ein Teilbetrag in Höhe von 2.333 TEUR (2011: 4.530 TEUR) aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden, die als zu Handelszwecken gehaltene klassifiziert werden.

Zum 31. Dezember 2012 werden nach Abzug latenter Steuern negative Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Zinssicherungsgeschäften in Höhe von –3.522 TEUR (2011: –11.381 TEUR) ergebnisneutral im Eigenkapital abgegrenzt. Von den im Eigenkapital abgegrenzten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2012 nach Steuer Aufwendungen in Höhe von –9.376 TEUR aus Zinssicherungsgeschäften in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (2011: Aufwendungen von –7.519 TEUR). Diese teilen sich in einen Zinsaufwand von -12.501 TEUR (2011: -10.025 TEUR) und einen Ertrag aus latenten Steuern von 3.125 TEUR (2011: 2.506 TEUR) auf. Die Fair Value Änderungen lagen bei -1.517 TEUR (Vorjahr: -2.033 TEUR). Im Geschäftsjahr 2012 wurden wie im Vorjahr keine Effekte aus Währungssicherungsgeschäften vom Eigenkapital ins Periodenergebnis umgegliedert. Die Vorjahrswerte wurden aufgrund des geänderten Nettoausweises angepasst.

Als international operierender Konzern ist HUGO BOSS im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit Risiken aus der Änderung der Wechselkurse und Zinssätze ausgesetzt. Zur Reduzierung solcher Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es werden ausschließlich marktgängige Instrumente mit ausreichender Marktliquidität genutzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente unterliegt bei HUGO BOSS internen Richtlinien und Kontrollmechanismen.

Im Rahmen der Nutzung derivativer Finanzinstrumente ist der HUGO BOSS Konzern dem Risiko des Ausfalls der jeweiligen Kontrahenten ausgesetzt. Diesem Risiko wird dadurch begegnet, dass Abschlüsse ausschließlich mit Kreditinstituten sehr guter bis guter Bonität getätigt werden.

Währungsrisiken

Die gemäß IFRS 7 erforderlichen Angaben zu den Währungsrisiken sowie eine entsprechende Sensitivitätsanalyse sind im Lagebericht im Kapitel Risikobericht ausführlich dargestellt. Wie bereits im Vorjahr basiert die Ermittlung des Währungsrisikos auf dem bereits bilanzierten Fremdwährungsexposure, da die Hedging-Strategie weiterhin auf eine Begrenzung der bilanziellen Risiken abzielt.

Zinsrisiken

Die gemäß IFRS 7 erforderlichen Angaben zu den Zinsrisiken sowie eine entsprechende Sensitivitätsanalyse sind im Lagebericht im Kapitel Risikobericht ausführlich dargestellt.

Risiken aus Stock Appreciation Rights werden in der Textziffer 35 sowie im Risikobericht ausführlich dargestellt.

32| Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des HUGO BOSS Konzerns zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt ausgewiesen nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt.

Aus der Entwicklung der einzelnen Cashflows ergibt sich nach Berücksichtigung der wechselkursbedingten Effekte die Veränderung des Finanzmittelfonds im Konzern.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das heißt, dieser beinhaltet neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge betreffen insbesondere unrealisierte Fremdwährungsgewinne und -verluste, ergebniswirksame Änderungen des Fair Values von derivativen Finanzinstrumenten sowie sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen der Finanzschulden.

Ausgaben für Änderungen des Konsolidierungskreises betreffen die verbleibenden Kaufpreiszahlungen für die "Joint-Venture"-Gesellschaft, die zum 1. Juli 2010 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

33| Segmentberichterstattung

Der Vorstand der HUGO BOSS AG führt das Unternehmen nach Regionen. Die HUGO BOSS Landesgesellschaften sind für den Vertrieb sämtlicher HUGO BOSS Produkte, die nicht als Lizenzprodukte von Dritten vertrieben werden, im jeweiligen regionalen Verantwortungsbereich zuständig. Die Geschäftsführer der Landesgesellschaften sind dem jeweils zuständigen Regionaldirektor unterstellt, die an den Vorstand der HUGO BOSS AG berichten. Diese Organisationsstruktur dient der direkten Umsetzung der Konzernziele unter Berücksichtigung der besonderen Marktgegebenheiten.

Die operativen Segmente gliedern sich demnach in die drei Regionen Europa, Amerika und Asien/Pazifik, ergänzt um die Lizenzsparte. Den Regionen werden die entsprechenden Vertriebsgesellschaften des HUGO BOSS Konzerns zugeordnet, während über die Lizenzsparte das gesamte Lizenzgeschäft mit Dritten von HUGO BOSS abgegrenzt wird.

Der Hauptentscheidungsträger des HUGO BOSS Konzerns ist definiert als der Vorstand der HUGO BOSS AG.

Die Steuerung der regionalen Geschäftseinheiten orientiert sich am Wertschöpfungsbeitrag auf Konzernebene.

Die wichtigste Ergebnisgröße für die Steuerung und Ressourcenallokation durch den Vorstand ist das um Sondereffekte bereinigte EBITDA. Das Segmentergebnis ist somit definiert als EBITDA vor Sondereffekten der Vertriebseinheiten zuzüglich der Rohertragsmarge der Beschaffungseinheiten sowie der gruppeninternen Lizenzumsätze.

Die Konzernfinanzierung (einschließlich Zinserträgen und -aufwendungen) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

Das Management der operativen Bestandsgrößen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt in der Verantwortung der Vertriebsregionen. Diese Posten werden regelmäßig dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Die Segmentvermögensgegenstände enthalten somit lediglich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte.

Verbindlichkeitenpositionen sind nicht Teil der Segmentberichterstattung. Die Angabe von Segmentschulden entfällt somit.

Die in den Segmentinformationen angewendeten Bilanzierungsregeln stimmen mit denen des HUGO BOSS Konzerns, wie in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben, überein.

Der Vorstand überprüft regelmäßig bestimmte andere in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Effekte, dazu gehören insbesondere Abschreibungen und Wertminderungen.

Ebenfalls werden die Investitionsausgaben regelmäßig an den Vorstand im Rahmen des internen Berichtswesens gemeldet und sind somit Bestandteil der Segmentberichterstattung.

Sämtliche nicht direkt den Vertriebsregionen oder dem Lizenzsegment zuordenbaren Aufwendungen sowie Vermögensgegenstände werden in den nachfolgenden Überleitungsrechnungen unter Corporate Units/Konsolidierung ausgewiesen. Im Segment Corporate Center werden alle unternehmensweiten Zentralfunktionen zusammengefasst. Die Bündelung der verbleibenden Aufwendungen der Beschaffungs-, Produktions-, Forschungs- und Entwicklungseinheiten stellt ein operatives Cost Center dar, dessen direkte Zuordnung auf die Vertriebsregionen nicht sachgerecht wäre. Dem Segment Corporate Center werden keine operativen Erträge zugeordnet.

 

1 Inkl. Naher Osten/Afrika.
(in TEUR)                    
2012   Europa 1   Amerika   Asien/Pazifik   Lizenzen   Gesamt berichts-
pflichtige Segmente
Gesamtumsatz   1.377.934   558.725   352.683   56.512   2.345.854
Segmentergebnis   510.633   153.283   131.210   50.402   845.528
in % des Umsatzes   37,1   27,4   37,2   89,2   36,0
Segmentvermögen   183.628   169.279   72.158   17.764   442.829
Investitionen   43.743   28.511   25.769   8   98.031
Wertminderungen   -5.111   -1.684   -1.523   0   -8.318
Davon Sachanlagevermögen   -3.890   -1.420   -1.336   0   -6.646
Davon immaterielle Vermögenswerte   -1.221   -264   -187   0   -1.672
Abschreibungen   -24.507   -13.501   -15.017   0   -53.025
SAR - Aufwendungen und Hedging   0   0   0   0   0

 

1 Inkl. Naher Osten/Afrika.
(in TEUR)


2011
  Europa 1   Amerika   Asien/Pazifik   Lizenzen   Gesamt berichts-
pflichtige Segmente
Gesamtumsatz   1.245.399   454.793   309.320   49.329   2.058.841
Segmentergebnis   486.314   122.347   111.070   43.002   762.733
in % des Umsatzes   39,0   26,9   35,9   87,2   37,0
Segmentvermögen   145.043   154.028   78.332   16.609   394.012
Investitionen   50.511   12.881   10.288   8   73.688
Wertminderungen   -1.301   -1.654   -1.195   0   -4.150
Davon Sachanlagevermögen   -1.086   -1.654   -770   0   -3.510
Davon immaterielle Vermögenswerte   -215   0   -425   0   -640
Abschreibungen   -19.654   -11.649   -11.597   0   -42.900
SAR - Aufwendungen und Hedging   0   0   0   0   0

Überleitungsrechnungen

Umsatz


 

(in TEUR)        
    2012   2011
Umsatz - berichtspflichtige Segmente   2.345.854   2.058.841
Corporate Units   0   0
Konsolidierung   0   0
GESAMT   2.345.854   2.058.841

Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit


 

(in TEUR)        
    2012   2011
Segmentergebnis - berichtspflichtige Segmente   845.528   762.733
Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente   -53.025   -42.895
Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente   -8.318   -4.155
Sondereffekte - berichtspflichtige Segmente   -157   -1.431
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit - berichtspflichtige Segmente   784.028   714.252
Corporate Units   -361.322   -298.342
Konsolidierung   10.494   -21.301
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit HUGO BOSS Konzern   433.201   394.609
Zinsergebnis   -16.102   -16.199
übrige Finanzpositionen   -7.470   4.500
Ergebnis vor Ertragsteuern HUGO BOSS Konzern   409.629   382.910

Investitionen


 

(in TEUR)        
    2012   2011
Investitionen - berichtspflichtige Segmente   98.031   73.688
Corporate Units   67.771   34.791
Konsolidierung   0   0
GESAMT   165.802   108.479

Abschreibungen


 

(in TEUR)        
    2012   2011
Abschreibungen - berichtspflichtige Segmente   53.025   42.900
Corporate Units   28.344   26.370
Konsolidierung   0   0
GESAMT   81.369   69.270

Wertminderungen


 

    2012   2011
Wertminderungen - berichtspflichtige Segmente   8.318   4.150
Corporate Units   2.249   0
Konsolidierung   0   0
GESAMT   10.567   4.150

SAR-Aufwendungen und Hedging


 

(in TEUR)        
    2012   2011
SAR - Aufwendungen und Hedging - berichtspflichtige Segmente   0   0
Corporate Units   -86   3.378
Konsolidierung   0   0
GESAMT   -86   3.378

Segmentvermögen


 

(in TEUR)        
    2012   2011
Segmentvermögen - berichtspflichtige Segmente   442.829   394.012
Corporate Units/Konsolidierung   202.367   238.477
Konsolidierung   0   0
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen   10.891   8.166
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte   26.541   17.528
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte   61.347   65.490
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   254.606   200.396
Zu Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte   0   0
Kurzfristige Vermögenswerte HUGO BOSS Konzern   998.581   924.069
Langfristige Vermögenswerte HUGO BOSS Konzern   585.937   501.797
Aktiva, gesamt HUGO BOSS Konzern   1.584.518   1.425.866

Geografische Informationen


 

(in TEUR)                
    Umsatzerlöse mit Dritten   Langfristige Vermögenswerte
    2012   2011   2012   2011
Deutschland   400.676   378.238   201.539   183.227
Andere europäische Märkte   976.293   866.631   164.405   130.441
USA   433.582   349.133   40.221   33.085
Andere Märkte Nord- und Lateinamerika   125.190   105.837   16.795   11.957
China   211.365   183.347   38.080   27.229
Andere asiatische Märkte   142.236   126.326   29.202   30.243
Lizenzen   56.512   49.329   15.065   15.080
GESAMT HUGO BOSS Konzern   2.345.854   2.058.841   505.306   431.262

Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2012 4% (Vorjahr: 3%) der konsolidierten Nettoumsatzerlöse erzielt. Diese entfielen auf die Region Amerika. Der Anteil des zweit- und drittgrößten Kunden beliefen sich auf 3% (Vorjahr: 4%) und 2% (Vorjahr: 2%) und betreffen die Region Europa sowie das Segment Lizenzen.

34| Angabe über Beziehungen und Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehend werden alle Unternehmen und Personen betrachtet, die die Voraussetzungen von IAS 24.9 erfüllen.

Im Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 sind folgende berichtspflichtige Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt worden:

Mutterunternehmen

Im Geschäftsjahr 2010 haben die HUGO BOSS AG und die Red & Black Holding GmbH, Oberursel (Taunus), als direktes Mutterunternehmen der HUGO BOSS AG, einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Dieser Dienstleistungsvertrag beinhaltet die Erstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse sowie des Konzernabschlusses der Red & Black Holding GmbH, Oberursel (Taunus). Hierfür erhält die HUGO BOSS AG eine angemessene und marktübliche Jahresvergütung in Höhe von 50 TEUR (2011: 50 TEUR). Zum 31. Dezember 2012 hatte der Konzern aus dieser Geschäftsbeziehung eine Forderung in Höhe von 50 TEUR (31. Dezember 2011: 50 TEUR).

Mit der Permira Holdings Limited, Guernsey, als oberstes Mutterunternehmen des HUGO BOSS Konzerns, beziehungsweise mit Gesellschaften, die mit diesem Unternehmen verbunden sind, wurden im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2012 Rechtsgeschäfte in Form von Warenlieferungen in Höhe von 0 TEUR (2011: 14 TEUR) getätigt. Aus diesen Geschäftsbeziehungen bestehen zum 31. Dezember 2012 keine offenen Posten.

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen

Im Geschäftsjahr 2012 wurden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen Umsätze aus Lieferungsbeziehungen in Höhe von 486 TEUR erzielt, die zum 31. Dezember 2012 offene Forderungen in gleicher Höhe darstellen.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind hier und des Vorstands sind hier angegeben.

Vergütung für den aktiven Vorstand

Die Vergütung im Sinne des IAS 24 für den aktiven Vorstand stellt sich wie folgt dar:

Der Aufwand für kurzfristig fällige Leistungen betrug 2012 insgesamt 3.303 TEUR (2011: 2.873 TEUR). Für die betriebliche Altersversorgung ist im Jahr 2012 ein Dienstzeitaufwand in Höhe von 1.793 TEUR (2011: 1.055 TEUR) angefallen. Für andere langfristig fällige Leistungen entstand ein Aufwand von TEUR 5.583 (2011: 3.500 TEUR). Für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses entstand für im Berichtsjahr aktive Vorstände wie im Vorjahr kein Aufwand.

Anteilsbasierte Leistungsverpflichtungen bestehen und bestanden im Vorjahr nicht gegenüber aktiven Mitgliedern des Vorstands.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2010 unterbleibt die Angabe der individuellen Bezüge der Vorstandsmitglieder. Die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 sowie § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 des Handelsgesetzbuchs verlangten Angaben unterbleiben entsprechend für fünf Jahre. Dieser Beschluss gilt für das am 01. Januar 2010 begonnene Geschäftsjahr und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre, also bis zum 31. Dezember 2014. Daher erfolgt der Ausweis der Gesamtvergütung sowohl als Gesamtsumme als auch aufgeteilt in die einzelnen Vergütungsbestandteile.

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands nach § 314 Absatz 1 Nr. 6 a) Satz 1 bis 4 HGB belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 7.053 TEUR (Vorjahr: 5.348 TEUR). Davon entfielen 3.303 TEUR auf die fixen Gehaltsbestandteile inklusive Nebenleistungen (2011: 2.873 TEUR), 3.750 TEUR (2011: 2.475 TEUR) auf den Bonus für den Dreijahreszeitraum 2010-2012.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Vorstandsmitgliedern weder Kredite gewährt, noch wurden zugunsten dieser Personen Haftungsverhältnisse eingegangen.

Vergütung ehemaliger Vorstandsmitglieder

Ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Jahr 2012 Gesamtbezüge in Höhe von 15.226 TEUR (2011: 10.202 TEUR). Darin enthalten sind Leistungen an frühere Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit der Beendigung ihrer Tätigkeit sowie Auszahlungen im Zusammenhang mit der Ausübung noch ausstehender Partizipationsrechte aus dem " Stock Appreciation Rights Program" in Höhe von 15.035 TEUR (2011: 10.016 TEUR). Durch den Verkauf der zur Absicherung der Partizipationsrechte gehaltenen Kaufoptionen entstand kein zusätzlicher Zahlungsmittelabfluss für den Konzern.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 22.909 TEUR (2011. 19.510 TEUR). Das entsprechende Planvermögen in Form der Rückdeckungsversicherung beläuft sich auf 17.101 TEUR (2011: 16.813 TEUR).

Frühere Mitglieder des Vorstands halten 68.760 Partizipationsrechte (2011: 117.520) aus dem in den Geschäftsjahren 2001 bis 2009 begebenen Tranchen des "Stock Appreciation Rights Program". Der beizulegende Zeitwert der am Bilanzstichtag noch ausstehenden Partizipationsrechte der Tranche 8 beläuft sich auf 2.967 TEUR (31. Dezember 2011: 2.871 TEUR). Die Optionsrechte hatten zum Zeitpunkt der Gewährung einen beizulegend Zeitwert von 0 TEUR. Aufgrund der 1:1 Absicherung der Partizipationsrechte durch Kaufoptionen kompensieren sich die Ergebniseffekte aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Partizipationsrechte und Kaufoptionen nahezu vollständig. Die gemäß DRS 17.73 weitergehenden Angaben zur aktienbasierten Vergütung sind in Anhangsziffer 35 enthalten.

Vergütung für den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Jahr 2011 Gesamtbezüge in Höhe von 1.956 TEUR. Für das Jahr 2012 betragen die Gesamtbezüge voraussichtlich 2.014 TEUR, darin enthalten ist eine Rückstellung für den variablen Anteil in Höhe von 1.259 TEUR (2011: 1.156 TEUR), der sich nach der Höhe des Ergebnisses je Aktie im Konzernabschluss bemisst.

Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats halten insgesamt weniger als 1% (2011: weniger als 1%) der von der HUGO BOSS AG ausgegebenen Aktien.

Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats kaufen im Rahmen ihrer gewährten sonstigen zum Gehalt gehörenden Sachleistungen sowie für den persönlichen Bedarf bei HUGO BOSS ein. Darüber hinaus haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen Gesellschaften des HUGO BOSS Konzerns und Personen in Schlüsselpositionen und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden.

Für Vorstände und Führungskräfte der zweiten Ebene wurde in 2008 mit dem "Management Beteiligungsprogramm" (kurz: "MPP") zudem eine Form der aktienbasierten Vergütung eingeführt. Im Rahmen des MPP können sich die Manager indirekt an der Gesellschaft Red & Black TopCo S.à.r.l., Luxemburg, beteiligen, die ein nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24.9 darstellt. Zu den Rahmenbedingungen des MPP siehe Anhangsziffer 36.

35| Aktienbasierte Vergütung

„Stock Appreciation Rights Program“

Im Geschäftsjahr 2001 hat die HUGO BOSS AG ein „Stock Appreciation Rights Program“ für Vorstände und Führungskräfte aufgelegt.

Im Rahmen des „ Stock Appreciation Rights Program“ erhielten die Führungskräfte der HUGO BOSS AG sowie der Tochtergesellschaften eine bestimmte Anzahl an Partizipationsrechten, über die sie von Kurssteigerungen der Aktien der HUGO BOSS AG profitieren konnten. Die Partizipationsrechte gewährten ausschließlich einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der HUGO BOSS AG.

1) Programmänderung 2009

Im Dezember 2009 hat sich das Management der HUGO BOSS AG zur Vermeidung zusätzlicher Ausgaben für Sicherungsinstrumente dazu entschlossen, die Rahmenbedingungen des „Stock Appreciation Rights Program“ neu zu regeln. Mit Wirkung zum 14. Dezember 2009 wurde daher allen berechtigten Führungskräften folgende Programmänderung angeboten:

1 / Verzicht auf die Partizipationsrechte sowie auf sämtliche Rechte aus den in den Jahren 2005 bis 2008 begebenen Tranchen gegen Auszahlung einer Entschädigung
2 / Anpassung der Ausübungsbedingungen der im Jahr 2009 begebenen Tranche

Die Entschädigungszahlung für den Verzicht auf die Rechte der Tranchen 5 bis 8 entsprach der Summe des Optionswerts der jeweiligen Tranche multipliziert mit der Anzahl an Partizipationsrechten. Die maßgeblichen Optionswerte wurden von externen Banken im Auftrag der HUGO BOSS AG unter Verwendung eines üblichen Bewertungsmodells auf den 14. Dezember 2009 ermittelt. Als maßgeblicher Aktienkurs wurde dafür der ungewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Vorzugsaktie der HUGO BOSS AG im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den fünf Börsenhandelstagen unmittelbar vor dem 14. Dezember 2009 angesetzt.

Um die Effekte aus außerordentlichen, nicht vorhersehbaren Aktienkursentwicklungen nach unten und oben hin zu begrenzen, wurde im Rahmen der Programmänderung sowohl der minimal als auch der maximal mögliche Ausübungsgewinn je Option für die Partizipationsrechte der Tranche 9 definiert. Hierbei entsprach die zu gewährende Vergütung mindestens der Differenz zwischen der rechnerisch auf eine Vorzugsaktie der HUGO BOSS AG entfallenden Marktkapitalisierung der letzten fünf Börsenhandelstage unmittelbar vor dem 14. Dezember 2009 und dem Basispreis der Vorzugsaktie bei Ausgabe, höchstens jedoch 33,20 EUR. Zudem konnten die Berechtigten nach Zustimmung zur Programmänderung bereits vor Ablauf der Erdienungsphase vorzeitig jeweils bis zu einem Drittel der Partizipationsrechte der Tranche 9 mit Wirkung zum 14. Dezember 2009 ausüben. Dies war erstmals zum 14. Dezember 2009 möglich. Der Ausübungsgewinn entsprach in diesem Fall der oben definierten Mindestvergütung von 11,77 EUR.

Mit Zustimmung zur Programmänderung verlängerte sich die Haltefrist auf drei Jahre mit Ablauf zum 31. Dezember 2011 (zwei Jahre vor Programmänderung), der Ausübungszeitraum verkürzte sich entsprechend auf zwei Jahre mit Ablauf zum 14. Dezember 2013 (dreijährige Ausübungsphase vor Programmänderung). Die Gesamtlaufzeit der im Geschäftsjahr 2009 begebenen Tranche 9 blieb mit fünf Jahren unverändert.

Nach kontinuierlichem Anstieg des Aktienkurses wurde der maximal mögliche Ausübungsgewinn je Option für die Partizipationsrechte der Tranche 9 bereits im Oktober des Geschäftsjahres 2010 überschritten. Unter dem im Jahr 2009 modifizierten Programm konnte die Tranche 9 ab Beginn des Jahres 2012 erstmals vollständig ausgeübt werden.

2) Vorzeitige Ablösung Tranche 9

Da das „Stock Appreciation Rights Program“ erheblichen administrativen Aufwand sowohl in den Personal- als auch in den Finanzabteilungen der HUGO BOSS Gruppe verursachte, hat sich das Management der HUGO BOSS AG für eine vorzeitige Ablösung der Tranche 9 entschieden und allen Inhabern von Partizipationsrechten der Tranche 9 eine Auszahlung des maximal möglichen Ausübungsgewinns je Option zum 15.12.2010 angeboten. Durch die vorzeitige Beendigung des Programms entstanden keine zusätzlichen Aufwendungen, sofern der Aktienkurs auch Ende des Jahres 2011 bei 45,00 EUR oder höher liegen würde. Die Aufwendungen aus der Pro-rata-Zuführung zur Rückstellung der Tranche 9 aus dem Jahr 2011 wurden lediglich in das Jahr 2010 vorgezogen.

Zum 31.12.2010 lag der Kurs für Vorzugsaktien bei 56,50 EUR und somit deutlich über dem für den maximalen Ausübungsgewinn notwendigen Aktienkurs von 45,00 EUR.

Noch vorhandene Partizipationsrechte der Tranche 8 können auch nach Programmänderung in 2010 nach den Regelungen der ursprünglichen Optionsbedingungen ausgeübt werden.

3) Rahmenbedingungen „Stock Appreciation Rights Program“

Mit Ausnahme der abgelösten Tranche 9 haben die restlichen Tranchen des „Stock Appreciation Rights Program“ eine Laufzeit von sechs Jahren. Mit Ablauf der Erdienungsphase von zwei Jahren beginnt der vierjährige Ausübungszeitraum. Noch vorhandene Partizipationsrechte der Tranchen 5 bis 8 konnten auch nach Programmänderung in 2009 nach den Regelungen der ursprünglichen Optionsbedingungen ausgeübt werden.

Sofern bei Ablauf der Erdienungsphase oder im anschließenden Ausübungszeitraum die Entwicklung der Marktkapitalisierung der HUGO BOSS AG die Entwicklung des MDAX um 5 Prozentpunkte übertrifft (Ausübungshürde), können die Partizipationsrechte der Tranche 8 ausgeübt werden. Die zu gewährende Vergütung orientiert sich an der Differenz zwischen der rechnerisch auf eine Vorzugsaktie der HUGO BOSS AG entfallenden Marktkapitalisierung unter Berücksichtigung der Durchschnittskurse während der fünf Börsenhandelstage, die dem Tag der Ausübung vorangehen, und dem Basispreis der Vorzugsaktie nach Maßgabe der Bedingungen. Der Basispreis entspricht dem Durchschnittskurs der Vorzugsaktien der HUGO BOSS AG während der 20 Börsenhandelstage, die dem Ausgabetag vorausgehen.

Um das Risiko aus Aktienkursschwankungen im Zusammenhang mit dem „ Stock Appreciation Rights Program“ und damit mögliche Auswirkungen auf den Cashflow und das Ergebnis der HUGO BOSS AG zu begrenzen, wurde Ende 2007 ein entsprechendes Absicherungsprogramm mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. Gemäß dem Absicherungsprogramm kaufte die HUGO BOSS AG im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 von unabhängigen Banken amerikanische Kaufoptionen auf HUGO BOSS Vorzugsaktien mit denselben Laufzeiten wie die gewährten „Stock Appreciation Rights“ (SAR). Das Bezugsrecht beträgt dabei 1 : 1, das heißt, eine Option entspricht einer Vorzugsaktie. Das entsprechende Investitionsvolumen belief sich auf knapp 33 Mio. EUR.

Soweit im Zeitpunkt der Ausübung der SAR durch einen Mitarbeiter die entsprechenden Kaufoptionen an die ausgebende Bank verkauft werden, wird der Mittelabfluss aus der Ausübung der SAR durch einen Mittelzufluss aus dem Verkauf der Kaufoptionen ausgeglichen.

Sowohl die für die HUGO BOSS AG aus den SAR entstehenden Verpflichtungen, welchen durch Bildung entsprechender Rückstellungen Rechnung getragen wird, als auch die der Absicherung dienenden Kaufoptionen werden regelmäßig zu den Stichtagen erfolgswirksam mit deren beizulegendem Zeitwert berücksichtigt. Die Bewertungen der Kaufoptionen und der SAR Verpflichtungen basieren auf Marktwerten, welche von den ausgebenden Banken zur Verfügung gestellt werden. Da sich die Stichtagswerte der jeweiligen Kaufoptionen und der SAR entsprechen, kompensieren sich resultierende Ergebniseffekte überwiegend.

Die erfolgswirksame Veränderung der SAR, die sich bereits im Ausübungszeitraum befinden, sowie die Veränderung des entsprechenden Absicherungsgeschäfts sind im Personalaufwand des Funktionsbereiches Verwaltungsaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge saldiert.

Im Geschäftsjahr 2012 entstanden aus den Stock Appreciation Rights, wie im Vorjahr, keine Ergebniseffekte im Personalaufwand, da die Absicherungsgeschäfte den Aufwand aus der Neubewertung der SAR-Rückstellung ausgeglichen haben.

Der im Finanzergebnis erfasste Ertrag aus der Bewertung und dem Abgang von Absicherungsgeschäften, denen keine SAR-Rückstellungen mehr gegenüberstehen, beläuft sich auf 73 TEUR (2011: 3.378 TEUR).

Für das Geschäftsjahr 2012 ergaben sich im Zusammenhang mit Stock Appreciation Rights insgesamt Aufwände in Höhe von 86 TEUR (2011: Ertrag 3.378 TEUR). Die Rückstellung aus den Partizipationsrechten beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 2.967 TEUR (2011: 2.885 TEUR). Der innere Wert der Partizipationsrechte belief sich auf 2.961 TEUR (2011: 2.511 TEUR), der Zeitwert auf 6 TEUR (2011: 374 TEUR). Alle verbliebenen Stock Appreciation Rights waren, wie im Vorjahr, zum Bilanzstichtag ausübbar. Die der Absicherung dienenden Derivate weisen zum Stichtag einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 2.920 TEUR (2011: 2.757 TEUR) auf.

Auf der Hauptversammlung der HUGO BOSS AG am 8. Mai 2008 wurde mehrheitlich die Ausschüttung einer Sonderdividende beschlossen. Entsprechend der zu diesem Zeitpunkt gültigen Ausübungsbedingungen des SAR-Programms wurde eine Anpassung der SAR-Parameter gemäß den EUREXBedingungen vorgenommen. Dabei wurde ein sogenannter R-Faktor von 87,24% ermittelt. Dies bedeutet, dass die bisherigen Basispreise (100%) und die Stückzahlen um diesen Faktor adjustiert wurden. Es ergaben sich folgende angepassten Basispreise:

 

    Tranche 7   Tranche 8
Ausgabezeitpunkt   Januar 2007   Januar 2008
Basispreis (EUR) vor Sonderdividende   39,08   42,11
Basispreis (EUR) nach Sonderdividende   34,09   36,74

Das „Stock Appreciation Rights Program“ hat sich in den Jahren 2012 und 2011 wie folgt entwickelt:

 

1 GDBP = Gewichtete durchschnittliche Basispreise.
    2012   GDBP 2012 1 (EUR)   2011   GDBP 2011 1 (EUR)
Anzahl der Optionsrechte am 1. Januar   118.093   35,63   118.093   35,63
Neu gewährte Optionsrechte   0   0,00   0   0,00
Verwirkte Optionsrechte   0   0,00   0   0,00
Ausgeübte Optionsrechte   -48.760   34,09   0   0,00
Verfallene Optionsrechte   -573   34,09   0   0,00
Abgelöste Optionsrechte   0   0,00   0   0,00
Anzahl der Optionsrechte am 31. Dezember   68.760   36,74   118.093   35,63
Ausübbare Optionsrechte am 31. Dezember   68.760   36,74   118.093   35,63

Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs der SAR Optionen am Tag der Ausübung, lag im Geschäftsjahr 2012 bei 83,24 EUR (Vorjahr: keine Ausübungen).

Die gewichtete durchschnittliche Vertragslaufzeit für die am 31. Dezember 2012 ausstehenden Aktienoptionen beträgt 1,01 Jahre (2011: 1,59 Jahre).

Der Basispreis für die zum Ende der Berichtsperiode ausstehenden Stock Appreciation Rights lag bei 36,74 EUR (Vorjahr: Bandbreite zwischen 34,09 EUR und 36,74 EUR).

Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Zusammenhang mit dem „Stock Appreciation Rights Program“ Auszahlungen in Höhe von 2.397 TEUR an berechtigte Führungskräfte getätigt (Vorjahr: keine Auszahlungen).

Management Beteiligungsprogramm

Im Rahmen des in 2008 eingeführten „Management Beteiligungsprogramms“ (kurz: MPP) konnten sich die Vorstände und Führungskräfte der zweiten Ebene gegen Leistung einer Zahlung indirekt an der Red & Black TopCo S.à r.l. beteiligen. Seit der Ende 2009 stattgefundenen Umstrukturierung hält die Red & Black TopCo S.à r.l. über die Red & Black Lux S.à r.l. neben der indirekten Beteiligung an der HUGO BOSS AG auch direkt 100% der Anteile an der Valentino Fashion Group S.p.A. Das Management von HUGO BOSS hat insofern nicht allein in die HUGO BOSS Gruppe, sondern auch in die von ihr nicht kontrollierten oder beeinflussbaren Gesellschaften der Valentino Fashion Group investiert.

Die indirekte Beteiligung an der Red & Black TopCo S.à r.l. erfolgt über eine deutsche Kommanditgesellschaft mit der Firma „Red & Black Management Beteiligungs GmbH & Co. KG“ (kurz „MPP KG“ genannt). Die MPP KG ist zu 0,07% am stimmberechtigten Kapital der Red & Black TopCo S.à r.l. beteiligt und hält sogenannte „Class D Anteile“. Der Gesellschaftsvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, mindestens jedoch bis Ende 2024. Die Rechtsstellung der Manager in der MPP KG ist im Gesellschaftsvertrag geregelt. Der Beteiligungshöchstbetrag an der MPP KG ist individuell vorgegeben. Die Manager sind im Handelsregister eingetragene Kommanditisten der MPP KG.

Ende des Jahres 2010 wurde das MPP für die bereits beteiligten Manager (nachfolgend „Alt-Manager“) modifiziert und noch nicht beteiligten Managern (nachfolgend „Neu-Manager“) erneut eine Beteiligung an der MPP KG angeboten.

Der Erwerb der Kommanditgesellschaftsanteile an der MPP KG durch die Neu-Manager erfolgte im Dezember 2010 zum aktuellen Verkehrswert. Die Alt-Manager halten ihre bereits 2008 erworbenen Anteile an der MPP KG unverändert weiter. Es findet weder ein Tausch noch ein Verkauf der von den Alt-Managern gehaltenen Anteilen an der MPP KG statt.

Das Management von HUGO BOSS soll nach der Neustrukturierung des MPP im Falle eines Börsengangs oder eines Verkaufs der HUGO BOSS Gruppe (nachfolgend „Exit“) über die MPP KG ausschließlich an den auf HUGO BOSS entfallenden Exit-Erlösen (nachfolgend „HB AG Erlöse“) partizipieren. Sämtliche auf die Valentino Fashion Group S.p.A. entfallenden Erlöse und Kosten werden bei der Ermittlung der HB AG Erlöse neutralisiert. Der Anspruch zur Partizipation an diesen HB AG Erlösen entsteht über einen mehrjährigen Erdienungszeitraum bis zum 31.12.2014 zeitanteilig.

Im Rahmen der Modifikation des MPP ist der Nachrang zu einzelnen Finanzierungsinstrumenten und die Übererlösberechtigung („Ratchet“) dieser Class D Anteile weggefallen. Mit der satzungsrechtlichen Umstrukturierung wurden sogenannte Liquidationspräferenzen geschaffen. Diese räumen den Vorrang bestimmter Kapitalien vor Verteilung der HB AG Erlöse an die Kommanditisten ein und schaffen den finanziellen Ausgleich des inzwischen eingetretenen Wertverfalls der Class D Anteile gegenüber dem aktuellen Verkehrswert für die Investoren.

Werden die einem Manager zurechenbaren MPP-Anteile im Zuge eines Exits veräußert, so steht ihm grundsätzlich der dabei erzielte HB AG Erlös nach Abzug von Schulden und Liquidationspräferenzen anteilig zu. Die Berechtigung des Managers auf Auskehrung des anteiligen verbleibenden Veräußerungserlöses ist daran geknüpft, dass der betreffende Manager im Zeitpunkt des Exits die HUGO BOSS Gruppe noch nicht verlassen hat. Einschränkungen der Berechtigung auf Auskehrung des anteiligen Veräußerungserlöses gibt es nur bei Managern, die vor einem Exit ausscheiden. Im Falle des vorzeitigen Ausscheidens eines Managers hat die Red & Black TopCo S.à.r.l. grundsätzlich das Recht, die von dem betroffenen Manager gehaltenen Anteile anzukaufen. Bei der Festlegung des Ankaufspreises wird dabei unterschieden, ob der ausscheidende Manager als sogenannter „Good Leaver“ oder „Bad Leaver“ zu qualifizieren ist.

Im Falle der Umsetzung des geplanten Exits wird bei künftigen Gewinnausschüttungen und für künftige Veräußerungsgewinne bei den teilnehmenden Vorständen und Führungskräften eine Zuordnung der Vergütung zur Gesellschafterposition vorgenommen. Arbeitsentgelt, das ergebniswirksam bei HUGO BOSS zu buchen wäre, wird in diesem Fall nicht entstehen.

Das MPP hat wie im Vorjahr im Geschäftsjahr 2012 das Periodenergebnis des HUGO BOSS Konzerns nicht beeinflusst, da seit Einführung des MPP kein Exit oder vergleichbare Transaktionen stattgefunden haben, die unter Bezugnahme auf den beizulegenden Zeitwert bewertet gewesen wären. Vermögenswerte oder Schulden aus dem MPP waren weder am 31. Dezember 2010 noch am Bilanzstichtag nicht anzusetzen.

36| Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der HUGO BOSS Konzern hat am 18. Januar 2013 ein Level 1 American Depositary Receipt (ADR)-Programm in den USA aufgelegt. Der Konzern möchte damit seine Sichtbarkeit auf den US-amerikanischen Kapitalmärkten verbessern und seine Investorenbasis dort erweitern. Die Wertpapiere werden unter der CUSIP 444560106 und dem Börsenkürzel BOSSY auf dem Over-the-Counter-Markt in den USA gehandelt. Ein ADR repräsentiert ein Fünftel der Stammaktie der HUGO BOSS AG. Depotbank für die ADRs ist The Bank of New York Mellon.

Die Stammaktien von HUGO BOSS werden auch weiterhin über das elektronische Handelssystem XETRA, an der Frankfurter Börse und an allen deutschen Regionalbörsen unter dem Kürzel BOSS gehandelt.

Finanzielle Auswirkungen auf den HUGO BOSS Konzern werden sich daraus voraussichtlich nicht ergeben.

Mit Wirkung zum 23. Januar 2013 wurden sämtliche Anteile an der Gesellschaft H. Boss East Asia Pte Ltd., Singapur, auf die HUGO BOSS International B.V. übertragen.

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2012 und der Freigabe der Veröffentlichung dieses Berichts am 22. Februar 2013 gab es keine weiteren nennenswerten gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen, branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken könnten.

37| Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der HUGO BOSS AG haben im Dezember 2012 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben. Diese ist auf der Internetseite der Gesellschaft den Aktionären dauerhaft zugänglich.

38| Honorar des Abschlussprüfers

 

(in TEUR)        
    2012   2011
Prüfungsleistungen   328   348
Sonstige Leistungen   176   106
Andere Bestätigungsleistungen   23   17
Steuerberatungsleistungen   76   0
GESAMT   603   471

Das im Aufwand des Geschäftsjahres 2012 enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt 603 TEUR (2011: 471 TEUR), davon entfielen 328 TEUR (2011: 348 TEUR) auf Prüfungsleistungen, 176 TEUR (2011: 106 TEUR) auf sonstige Leistungen, 23 TEUR (2011: 17 TEUR) auf andere Bestätigungsleistungen und 76 TEUR (2011: 0 TEUR) auf Steuerberatungsleistungen.

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