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Glossar

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A

American Depositary Receipts (kurz: ADRS)

American Depositary Receipts sind Aktienzertifikate, die von amerikanischen Banken ausgestellt und anstelle von Aktien gehandelt werden. ADRs ermöglichen nicht amerikanischen Aktiengesellschaften so den Zugriff auf den US-amerikanischen Börsenmarkt.

C

Cash pooling Verfahren

Über das Cash Pooling Verfahren wird die Liquidität eines Unternehmens automatisiert auf so genannten Masterkonten konzentriert, was sich positiv auf das Zinsergebnis auswirkt. Unterschieden wird hierbei das sog. echte und unechte Cash Pooling. Das unechte Cash Pooling dient ausschließlich der Zinsoptimierung. Diese wird durch die fiktive Verrechnung der valutierenden Salden der in das Cash Pooling einbezogenen Konten erreicht. Es erfolgt kein effektiver Übertrag der Salden auf das Hauptkonto. Beim echten Cash Pooling wird die Liquidität des Konzerns auf einem für die Konzernmutter oder für eine Finanzierungsgesellschaft geführten Masterkonto zusammengefasst. Hierzu wird zwischen den an dem Cash Pooling teilnehmenden Tochtergesellschaften und der Konzernmuttergesellschaft bzw. Finanzierungsgesellschaft vereinbart, dass die Bankkontensalden der Tochtergesellschaften in der Regel bankarbeitstäglich auf das Zielkonto übertragen und die Ursprungskonten auf diese Weise auf Null gestellt werden.

Compliance

Der Begriff Compliance stammt aus dem Englischen und bedeutet „Befolgung“ oder „Einhaltung“. Im Rahmen von Unternehmens-Compliance ist damit die Gesamtheit aller zumutbaren Maßnahmen zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien sowie freiwillig anerkannter Kodizes gemeint.

Core Range

Die Core Range ist ein vordefiniertes Sortiment, das gemäß den Bedürfnissen einer jeden Kollektion entwickelt wird. Die Core Range steht im Zentrum jeder Kollektion und definiert wesentlich deren Aussage.

Corporate Governance

Mit Corporate Governance werden die Grundsätze und der rechtliche Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung im Unternehmen definiert. In Deutschland werden diese Grundsätze im sogenannten Corporate Governance Kodex festgehalten.

Covenants

Covenants sind Kreditklauseln oder vertragliche Verpflichtungen des Kreditnehmers während der Laufzeit eines Kreditvertrags. Üblicherweise wird die Einhaltung von Oberbzw. Untergrenzen bestimmter Finanzkennzahlen vereinbart. Durch den Abschluss des syndizierten Kredits muss der HUGO BOSS Konzern bestimmte Kennzahlen einhalten.

D

Derivate

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wertentwicklung an einen bestimmten Vermögenswert (zum Beispiel Aktien, Anleihen, Währungen oder Waren) oder an marktbezogene Indizes gekoppelt ist und welches zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Dabei ist keine oder nur eine vergleichsweise geringe Anfangsinvestition erforderlich.

E

EBIT

Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes). Das EBIT ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Betriebsgewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum unabhängig von Steuern und Zinsen angibt.

EBITDA-Marge (bereinigte)

Die (bereinigte) EBITDA-Marge beschreibt das Verhältnis von EBITDA (vor Sondereffekten) zu den Umsatzerlösen.

EBITDA vor Sondereffekten

Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization). Das EBITDA ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die die operative Ertragskraft vor Investitionsaufwand angibt. Sondereffekte werden hierbei ausgeschlossen (vgl. Sondereffekte). Beim EBITDA vor Sondereffekten handelt es sich um die wichtigste Steuerungsgröße des HUGO BOSS Konzerns.

F

Flächenbereinigte Umsatzentwicklung

Umsatzentwicklung im konzerneigenen Einzelhandel (vgl. konzerneigener Einzelhandel) auf vergleichbarer Fläche, das heißt unter Herausrechnung neu eröffneter oder kürzlich geschlossener Verkaufsflächen.

Forderungsreichweite (Days Sales Outstanding, Kurz: DSO)

Zeitspanne zwischen der Rechnungsstellung und dem Einzug der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Franchise

Franchise ist ein Vertriebssystem zur Vermarktung von Waren oder Dienstleistungen gemäß einem Geschäftskonzept. Dabei setzt das Franchising eine enge und fortlaufende Zusammenarbeit von rechtlich und finanziell unabhängigen Unternehmen voraus. Als Franchisegeber stellt HUGO BOSS seinen Handelspartnern, die Franchise Stores betreiben, das HUGO BOSS Store Konzept sowie das dazugehörige Marketing Know How zum Absatz der HUGO BOSS Produkte zur Verfügung.

Free Cashflow

Der Free Cashflow errechnet sich als Summe des operativen Cashflows und des Cashflows aus Investitionstätigkeit. Zur Steigerung des Unternehmenswerts konzentriert sich HUGO BOSS auf die Maximierung des Free Cashflows.

G

Geschäfts- Und Firmenwert

Ein aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierender Geschäfts- und Firmenwert stellt den Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem Betrag der Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar.

Global reporting initiative (Kurz:GRI)

Die Global Reporting Initiative (GRI) unterstützt die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Organisationen und Unternehmen. Anhand der Prinzipien, die durch die GRI herausgegeben werden, können Unternehmen ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung messen.

Großhandel (wholesale)

Im Gegensatz zum direkten Verkauf der Ware über den konzerneigenen Einzelhandel (vgl. konzerneigener Einzelhandel), erfolgt der Verkauf über den Großhandel indirekt über die Verkaufsflächen der Handelspartner. Der Großhandel bezieht die HUGO BOSS Ware entweder über das klassische Vorordergeschäft (vgl. Vororder) oder über das Replenishment (vgl. Replenishment) und verkauft diese an den Endkunden.

I

International Accounting Standards (kurz: IAS)

IAS sind internationale Rechnungslegungsvorschriften die vom Vorläuferinstitut des International Accounting Standards Board (IASB), dem International Accounting Standards Committee (IASC), herausgegeben wurden. Sie sind weiterhin gültig und werden durch die IFRS (vgl. IFRS) erweitert.

International Financial Reporting Standards (kurz: IFRS)

IFRS sind internationale Rechnungslegungsvorschriften für Unternehmen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben werden. Diese ermöglichen so eine weltweite transparente und vergleichbare Bilanzierung von Konzernabschlüssen und erleichtern den Vergleich von kapitalmarktorientierten Unternehmen.

ISO 9001

Die ISO 9001 legt die Kriterien für ein Qualitätsmanagement- System fest. Es kann von jeder Organisation, unabhängig von Größe und Tätigkeitsbereich, eingesetzt werden.

ISO 50001

Die ISO 50001 beschreibt eine weltweit gültige Norm, die Organisationen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements unterstützen soll. Organisationen können freiwillig entscheiden, ob sie diese Norm umsetzen.

K

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung hat das Ziel, Transparenz über die Veränderung der liquiden Mittel eines Unternehmens herzustellen. Diese erläutert detailliert die Art, die Höhe und die Quellen der Zahlungsströme.

Kollektionskomplexität

Beschreibt die Anzahl an Farb-, Form-, Themen- und Oberstoffkonzepte, aus der sich eine Kollektion zusammensetzt.

Konzerneigener Einzelhandel (Retail)

Im konzerneigenen Einzelhandel erfolgt der Verkauf von HUGO BOSS Produkten über konzerneigene Einzelhandelsgeschäfte (vgl. konzerneigene Einzelhandelsgeschäfte), Outletgeschäfte sowie den HUGO BOSS Online Store direkt an den Endkunden, im Gegensatz zum Vertrieb über den Großhandel (vgl. Großhandel).

Konzerneigene Einzelhandelsgeschäfte (Directly Operated Stores, Kurz: DOS)

Konzerneigene Einzelhandelsgeschäfte sind Monomarken-Stores und -Shops, die direkt durch HUGO BOSS betrieben werden.

Kurzfristiges operatives Nettovermögen (Trade Net Working Capital)

Das kurzfristige operative Nettovermögen errechnet sich aus der Summe der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

L

Lizenz

Eine Lizenz ist die Erlaubnis, das Markenrecht eines anderen gegen Bezahlung einer Summe (Lizenzgebühr) gewerblich zu nutzen. Die Lizenzvergabe ermöglicht HUGO BOSS, vom Know-how und von der gegebenenfalls anders gearteten Distributionsstruktur des Lizenznehmers zu profitieren. Die für HUGO BOSS von Lizenznehmern hergestellten Produkte umfassen Düfte, Brillen, Uhren, Kindermode, Motorradhelme, Mobiltelefone, Mobile Accessories, Textilien für den Home-Bereich.

M

Made To Measure

Mit Made to Measure werden besonders hochwertige, maßgeschneiderte Anzüge bezeichnet, die unter der Kernmarke BOSS angeboten werden. Die als Made to Measure angebotene Maßkonfektion unterstreicht die Exklusivität der Kernmarke BOSS und rückt den Wunsch nach individuellem Stil in den Vordergrund.

Marke

Mit seiner Markenwelt, der Kernmarke BOSS, der Marke BOSS Green, der Marke BOSS Orange sowie der Marke HUGO, spricht HUGO BOSS unterschiedliche, klar voneinander getrennte Zielgruppen an.

Mehrmarken-Vertriebs Format

In Mehrmarken-Vertriebsformaten werden unterschiedliche Marken in einem Verkaufspunkt angeboten.

Monomarken-Vertriebs Format

In Monomarken-Vertriebsformaten werden in einem einzelnen Verkaufspunkt nur die Produkte einer einzelnen Marke vertrieben.

N

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung enthält die Summe der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

O

Out-Of-Home-Medien

Als Out-of-Home-Medien werden solche Werbeformen bezeichnet, die den Konsumenten außerhalb seiner Wohnung oder seines Arbeitsplatzes erreichen. Dazu zählen zum Beispiel traditionell Plakatwände und Litfaßsäulen, aber auch Reklame auf Bussen, Telefonzellen oder auf Flughäfen.

P

Plain-Vanilla-Devisenoptionen

Unter einer Plain-Vanilla-Devisenoption versteht man eine Standardoption im Wertpapiergeschäft, ohne besondere Konstruktion oder Produktgestaltung.

R

Replenishment

Nachschub von Waren, mit der HUGO BOSS auf kurzfristige Nachfragesteigerungen der Handelspartner reagieren kann.

Restricted Substances List (kurz: RSL)

Die weltweit gültige Restricted Substances List (RSL) umfasst Chemikalien und andere Stoffe, die nicht oder nur beschränkt in einem Produkt enthalten sein dürfen.

S

Saison

Eine Kollektion wird während eines bestimmten Zeitraums (Saison) ausgeliefert und verkauft.

Segmente

Ein Segment ist gemäß IFRS 8 (vgl. IFRS) ein Unternehmensbestandteil, welcher die originäre Geschäftstätigkeit betreibt und damit Umsatzerlöse erwirtschaftet. Das operative Segmentergebnis (vgl. EBITDA vor Sondereffekten) wird regelmäßig von den verantwortlichen Unternehmensinstanzen überprüft. Der HUGO BOSS Konzern hat folgende Segmente definiert: Europa, Amerika, Asien/Pazifik und Lizenzen (vgl. Lizenzen).

Shop-in-Shop

Als Shop-in-Shop bezeichnet man Verkaufsflächen im Mehrmarken- Vertriebsformat, in denen ausschließlich HUGO BOSS Produkte mit passenden Shop Konzept angeboten werden.

Showroom

Im Showroom wird die Kollektion den Großhandelskunden (vgl. Großhandel) präsentiert, welche daraufhin ihre Order (vgl. Vororder) platzieren können.

Sondereffekte

Als Sondereffekte definiert HUGO BOSS Aufwendungen, die in keinem direkten Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehen. Darunter fallen zum Beispiel Aufwendungen im Zusammenhang mit strategischen Neuausrichtungen oder Reorganisationen einzelner Unternehmensteile.

Stock Appreciation Rights Program (kurz: SAR-Programm)

Das SAR-Programm wurde von HUGO BOSS für Vorstände und Führungskräfte angelegt. Im Rahmen dieses Programms erhielten die Führungskräfte der HUGO BOSS AG sowie deren Tochtergesellschaften eine bestimmte Anzahl an Partizipationsrechten, über die sie von Kurssteigerungen der Aktien der HUGO BOSS AG profitieren können. Die Partizipationsrechte gewähren ausschließlich einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der HUGO BOSS AG.

Stores

Ein Store ist ein Ladengeschäft mit eigenem Eingang, in dem ausschließlich HUGO BOSS Produkte mit dem passenden Shop-Konzept angeboten werden. Stores können als konzerneigene Einzelhandelsgeschäfte (vgl. konzerneigene Einzelhandelsgeschäfte) oder Franchise Stores betrieben werden (vgl. Franchise).

Streubesitz (Freefloat)

Die im Streubesitz befindlichen Aktien der HUGO BOSS AG stehen dem Aktienmarkt ständig zum Handel zur Verfügung. Sie befinden sich nicht im Festbesitz, das heißt, sie werden nicht langfristig zur Verfolgung strategischer Ziele gehalten.

V

Verbindlichkeitenreichweite (Days Payables Outstanding, Kurz: DPO)

Zeitspanne zwischen dem Rechnungseingang bis zur Bezahlung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Verkaufspunkt (Point Of Sale, Kurz: POS)

Als Verkaufspunkt zählen alle Geschäfte, in denen HUGO BOSS Produkte vertrieben werden, also in Stores, Shops und im Online Store (vgl. Stores). Diese können über den konzerneigenen Einzelhandel (vgl. konzerneigener Einzelhandel) oder den Großhandel (vgl. Großhandel) betrieben werden.

Veröffentlichungen gemäss § 15a WpHG

Hierbei handelt es sich um Angaben zu meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte - sogenannte Directors' Dealings. Dies sind Eigengeschäfte, die von Mitgliedern des Managements mit den Wertpapieren der HUGO BOSS AG getätigt werden. Gemäß §15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind die Mitglieder des Managements verpflichtet, diese Wertpapiergeschäfte offenzulegen.

Vielfalt (Diversity)

Mit Diversity wird die Heterogenität und Verschiedenartigkeit der Mitarbeiter, Führungskräfte und Mitglieder des Aufsichtsrats der HUGO BOSS AG umschrieben. Vielfalt bezieht sich hierbei unter anderem auf die Nationalität, das Geschlecht oder das Alter der genannten Personengruppen.

Vororder

Vororder sind erhaltene Aufträge für zukünftige Lieferungen. Die Großhandelspartner bestellen saisonweise in den HUGO BOSS Showrooms (vgl. Showroom) die dort präsentierte Ware (Kollektion). In Ergänzung hierzu können über das HUGO BOSS Replenishment (vgl. Replenishment) saisonunabhängige Nachbestellungen erfolgen.

Vorratsreichweite (Days Inventory Outstanding, Kurz: DIO)

Zeitspanne zwischen dem Wareneingang der Vorräte bis zum Abverkauf der Fertigware.

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